Paßt nicht nur sehr gut zur derzeitigen Realnamendebatte …

… sondern ganz allgemein zum Thema Identität im digitalen Raum:

“It is my observation that the symptoms related to cyberstalking and e-harassment may be more intense than in-person harassment, as the impact is more devastating due to the 24/7 nature of online communication, inability to escape to a safe place, and global access of the information

Elizabeth Carll, PhD, who heads the media division of the American Psychological Association (APA), presented the findings about the impact of cyberbullying on mental health in a talk entitled, ‘Electronic Harassment and Cyberstalking: Intervention, Prevention and Public Policy.’

(mit eigenen Hervorhebungen)

Helfen kann hier die Psychologie:

“We can help them use emotion regulation skills to recover, rather than become bullies themselves.”

Aber auch soziologische Ansätze wie z.B. kontextuelle Bewertung des Geäußerten oder digitale Relativierung können hier sehr hilfreich sein. Unterstützend dienlich sein kann aber auch Technik:

“Carll believes that using the modern technology we can fight cyberbullies back. “The same technologies used to harass can also be used to intervene and prevent harassment,” she concluded.”

Letztlich allerdings nur unterstützend, denn hier geht es ganz besonders deutlich um emotional hochgradig sensible Phänomene. Mit rein technischen Lösungsansätzen bisheriger Art wird man das Problem deshalb nicht wirksam bekämpfen können. Technik ist hier erneut zwar Teil einer ganzheitlichen Lösung, aber nicht die Lösung schlechthin.

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Heute ist Name Sovereignty Day – es geht um die Identität im Internet

Adressaten sind nicht nur Politiker, die sich Gedanken über Identität im Internet machen (auch in den USA), sondern ebenfalls Unternehmen, die an “Realnamen-Pflichten” festhalten:

Name Sovereignty Day

http://www.identitywoman.net/nam-sovereignty-day-my-nameis-me

my.nameis.me

“Supporting your freedom to choose the name you use on social networks and other online services.”

http://my.nameis.me

Facebook: MyNameCampaign

“We want online services — including social networks such as Facebook and Google+ — to allow users to identify themselves by whatever name they choose, providing that the name they choose is not, in and of itself, abusive.

We want people to be held accountable for their actions — fraud, spam, impersonation, harassment — rather than being pre-judged based on their chosen identities. Many who abuse the system use “real”-sounding names to do so, and many who have unusual names and pseudonyms are well-behaved. There is no proven correlation between identity and misuse.

We want online service providers to stop demanding government-issued ID from people whose names they don’t like.

We recognise that some people mistrust those who have unusual names, or whose accounts are not verified through government ID, so we want service providers to help those users by giving them tools to understand online reputation and help manage their connections, rather than banning those with unusual or self-chosen names.

Most of all, we want everyone to understand just how important this issue is, and how many people it affects.”

(Quelle: http://my.nameis.me/what-we-want/)

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ÖKO-TEST: Ergänzungen zum Artikel “Abzocke mit Herz”

Wenn man mich um meine fachliche Meinung bittet oder ein Interview haben möchte, bin ich in der Regel gerne bereit, ausführlich zu antworten. Logischerweise ist gerade in Zeitungen und Zeitschriften der Platz jedoch recht begrenzt – umso schöner, daß der Artikel “Abzocke mit Herz” in der aktuellen Ausgabe 8/2011 der Zeitschrift ÖKO-TEST sechs Seiten füllen durfte. Trotz dieser umfänglichen Berichterstattung über das Thema Scammer und Onlinebetrug sind mir noch ein paar Ergänzungen eingefallen, die im Kontext des Artikels für den einen oder anderen Leser interessant sein dürften. Wer es also ganz genau wissen will, findet hier nun die Detailinfos …
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Starke Worte (9): Spitzenpolitiker …

Inzwischen in der digitalen Sphäre “berühmt” geworden ist dieser Satz eines politischen “Netzexperten”:

“In Wahrheit wurde diese Tat im Internet geboren.”

(Hans-Peter Uhl, innenpolitischer Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag über die Anschläge in Norwegen; Quelle: DLF)

Mindestens genauso bedenklich ist aber auch der folgende Satz:

“Wir werden uns darüber verständigen müssen, was im Internet erlaubt und was im Internet verboten ist.”

(a.a.O.)

Das läßt – aus diesem Munde – nichts Gutes verheißen.

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Freundlichere Nacktscanner

Die in den USA von Kritikern auch als “Pornoscanner” bezeichneten Geräte sollen zumindest diesen Titel einbüßen:

“Die für die Sicherheit an US-amerikanischen Flughäfen zuständige Transportation Security Administration (TSA) will bei 241 Nacktscannern an 41 Flughäfen in den USA per Softwareupdate den Schutz der Intimsphäre erhöhen. (…) An den angeschlossenen Laptops sollen künftig statt Nacktbildern nur noch schematische Figurenzeichnungen der Probanden angezeigt werden (…)”

(Quelle: heise.de)

Ob diese Maßnahme verlorengegangenes Vertrauen wieder herstellen kann, bleibt allerdings fraglich.

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Evaluation Professorenvertretung HWR: Studierende sind zufrieden mit meiner Arbeit

Ganz ehrlich: ich hatte gar keine Evaluation auf dem Schirm – sie kam daher ziemlich überraschend. Aber das macht es wohl noch etwas realistischer – und die Überraschung war letztlich positiv:

“Der Lehrinhalt war aktuell”: 5,4 von 6

“Die Dozentin/der Dozent hat die fachliche
Kompetenz für dieses Modul”: 5,5 von 6

“Die Dozentin/der Dozent konnte auch schwierige
Sachverhalte gut erklären”: 4,9 von 6

“Die Dozentin/der Dozent griff inhaltliche
Anregungen und Fragen der Teilnehmenden auf”: 5,3 von 6

“Das Verhältnis des/der Lehrenden zu den
Lernenden basierte auf Respekt”: 5,5 von 6

(6 = trifft vollkommen zu; 1 = trifft überhaupt nicht zu; Mittelwerte)

Der “schlechteste” Wert von 4,1 war übrigens bei diesem Punkt zu finden: “Die Veranstaltung war gut strukturiert”. Das kann ich gut nachvollziehen: mein Bedürfnis, stets (kurzfristig) neue Eindrücke und Ideen einzuflechten (ggf. tagesaktuell), kollidiert häufig mit einem verfestigten, stringent durchstrukturierten Lehrplan. Aber auch dieses Experiment ging ja nicht völlig in die Hose, sondern wurde immerhin für “recht gut” (d.h. brauchbar) befunden. Damit steht das Ziel fest: die Methode weiter verfeinern, damit die Studierenden davon überzeugt sind.

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