Social Engineering bei der NATO

Eine interessante Geschichte:

“Angriff mit einfachen Mitteln: Indem sie sich bei Facebook als Nato-Admiral ausgaben, haben Unbekannte private Daten und Informationen über hochrangige Mitarbeiter des Militärbündnisses in Erfahrung gebracht.”

(Quelle: SpOn)

Und so kam nicht nur Mark Zuckerberg in den Genuß privater Informationen hochrangiger NATO-Mitglieder:

“Der “Telegraph” vermutet, das die Fülle an persönlichen Daten, die sich privaten Facebook-Seiten entnehmen lassen, für Geheimdienste ein Füllhorn von Informationen über private Werdegänge, persönliche Vorlieben, Ansichten, Familienbande und Aufenthaltsorte sei. Daraus ließen sich nicht nur detaillierte Personenprofile erstellen, sondern sie könnten auch genutzt werden, um die Betroffenen besser ausspionieren oder gar erpressen zu können.”

(a.a.O.)

Das Herunterspielen dieser Attacke mithilfe falscher Behauptungen ist jedoch nicht besonders klug:

“Zudem handele es sich bei den Angriffen um sogenanntes Social Engineering, das nichts mit Hacker-Angriffen oder Spionage zu tun hat.”

(a.a.O.)

Viel interessanter ist aber ohnehin die vermeintliche Wiedererkennung bestimmter Hacker aufgrund von unzweideutig zuordbaren Merkmalen – ein Paradebeispiel für all diejenigen, die immer noch glauben, es brauche unbedingt einen “Realnamen” im Internet:

“Mittlerweile aber will der amerikanische Militärgeheimdienst NSA (National Security Agency) Beweise für solche Tätigkeiten vorliegen haben und sogar in der Lage sein, bestimmte chinesische Hackergruppen anhand der für sie typischen Charakteristika eindeutig identifizieren zu können.”

(a.a.O.)

Am interessantesten ist jedoch zweifelsohne die Erkenntnis, daß Technik allein – gerade bei Social-Engineering-Attacken – nicht die Lösung sein kann, denn hier geht es um soziale Phänomene:

“Deutlich wird allerdings, dass es wohl wenig nützen wird, die Sicherheitsmaßnahmen von Nato-Einrichtungen für knapp 50 Millionen Euro von einer Rüstungsfirma verstärken zu lassen, wie es der “Observer” schreibt. Wichtiger wäre es offensichtlich, Nato-Offizieren und deren Kontaktpersonen deutlich zu machen, welche Möglichkeiten soziale Netzwerke bieten – und welche Stolperfallen darin lauern.”

(a.a.O.)

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Wer Technik analysieren will, muß sie auch verstehen …

Es kann gerade bei der Analyse digitaler Phänomene nicht nur um die Inhalte gehen, sondern es erscheint mir absolut unabdingbar, auch die Technik dahinter, sprich: 0 und 1 zu verstehen. Aus diesem Grunde empfehle ich allen Berlinerinnen und Berlinern (und natürlich auch allen Gästen, die sich die Zeit nehmen wollen) folgenden Workshop im kommenden Sommersemester:

“Der im vergangenen Herbst gestartete Z80-Assemblerkurs geht in die zweite Runde! Nach ein paar Wiederholungs- und Auffrischungssitzungen, die neuen Teilnehmern die Möglichkeit geben sollen, Anschluss zu finden, wollen wir uns in diesem Halbjahr intensiver mit der Hardware und Peripherie der Amstrad/Schneider-CPC-Computer auseinandersetzen – von der Soundprogrammierung bis zur Steuerung eines Roboters.”

(Quelle: retromagazine.eu)

Auffrischung ist ein gutes Stichwort – ich bin dabei! Wer macht mit?

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Wissen Sie, was Google über Sie weiß?

Wenn nicht, dann schauen Sie es sich doch einfach an, und zwar hier. (Fragen Sie sich jetzt aber nicht, ob das wirklich alles ist, was Google auf Lager hat. Die richtige Antwort kann man sich denken …) Da Google morgen seine neuen Datenschutzbestimmungen umsetzt, kann man bei der Gelegenheit gleich mal ein wenig entrümpeln. Ein Allheilmittel ist das natürlich nicht, aber mir ist ein wissender User stets lieber als ein unwissender. Machen Sie sich also ein Bild von dem, was man über Sie weiß. Schaden kann es definitiv nicht.

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Das vielfältige Interesse an der Drohne

Zwei Artikel (einmal aus Deutschland und einmal aus den USA), die sehr gut zusammenpassen und die man aufmerksam reflektieren sollte, denn Drohnen sind zivil wie militärisch ein äußerst spannender Arbeitsbereich – und mit Sicherheit eine immer größere Herausforderung für die Gesellschaft:

SpOn: Bundesregierung plant Ausbau der Drohnenflotte
NYT: These Aren’t Just Toy Planes

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Radio – Fernsehen – Internet

Es gibt leider nicht wenige Menschen, die im Internet eine Art Weiterentwicklung des Fernsehens sehen und nicht eine die Gesellschaft maßgeblich verändernde Revolution, deren Grundlage Digitalisierung ist. Einerseits schön, daß auch andere (Medien)Menschen diesen Eindruck gewonnen haben, so beispielsweise Stefan Niggemeier:

“Die Entwürfe der »gemeinsamen Erklärung« sind geprägt von einer Vorstellung des Internets als einer Maschine, die einfach Radio und Fernsehen abspielt oder Zeitungsinhalte veröffentlicht. Der Gedanke eines eigenständigen Mediums, das all diese Formen miteinander verknüpft, ist den öffentlicih-rechtlichen Verhandlungsführern offensichtlich fremd.”

(Quelle: Blog)

Andererseits natürlich schade, daß man so etwas im Jahre 2012 immer noch feststellen muß …

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Wissenschaft wird mehr Geld bringen – zumindest etlichen W2-Profs …

Das heute vom Bundesverfassungsgericht verkündete Urteil zur W-Besoldung finde ich grundsätzlich richtig. Trotzdem hat es einen bitteren Beigeschmack: mehr Geld wird es jetzt mit Sicherheit nicht für die Wissenschaft insgesamt geben, so daß sich zwangsläufig die Frage stellt, inwiefern und bei wem dann gespart werden kann muß, wenn einige mehr Geld bekommen müssen. Im SpOn-Artikel wird dies bereits (etwas verklausuliert) erwähnt: “[Hessens Wissenschaftsministerin, Anm.] Kühne-Hörmann wies außerdem darauf hin, dass laut Hessischem Hochschulgesetz Professoren auch als Angestellte beschäftigt werden könnten. Das eröffne “mehr Freiraum für finanzielle Leistungsanreize”.” Oder anders gesagt: Man kann den nun politisch deutlich unattraktiveren Rahmen der W-Besoldung auch gleich verlassen und individuelle Angestelltenverträge aushandeln. Denkbar ist hier vieles: “Mehr Leistungsanreize” bedeutet dann mit nicht nur geringer Wahrscheinlichkeit weniger Grundgehalt – oder weniger Haushaltsstellen, Ausstattung, Mitarbeiterstellen, etc. Denn wie gesagt: irgendwo muß das Geld ja herkommen. Ich bin sehr gespannt, wie es nun weitergehen wird.

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Wissenschaft darf Spaß bringen – und Geld

Ein interessantes Startup macht Data Mining mal anders: Kaggle

“Das US-Start-up Kaggle organisiert gut dotierte Wettbewerbe, wie man mit neuen Algorithmen Datenhalden brauchbare Prognosen entlocken könnte. Wofür die akademische Forschung Jahre braucht, gelingt hier manchmal in wenigen Wochen.”

(Quelle: TR)

Und besonders interessant ist dieser Absatz aus dem TR-Artikel:

“Obwohl die meisten Teilnehmer aus dem Data-Mining kommen, gewinnen bislang am häufigsten die fachfremden Mitstreiter. Vielleicht liege es daran, dass sie das Problem aus einem neuen Blickwinkel betrachteten, mutmaßt Goldbloom.”

(Vielen Dank an Julian für diesen Tipp!)

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