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11. Internat. For..Net-Symposium „Geschäftsmodelle im Internet“ am 14./15. April in Passau

März 10, 2016 | Kommentare deaktiviert für 11. Internat. For..Net-Symposium „Geschäftsmodelle im Internet“ am 14./15. April in Passau

Ich empfehle auch dieses Jahr wieder sehr gern:

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[D]ie von Herrn Prof. Dr. Dirk Heckmann geleitete Forschungsstelle für IT-Recht und Netzpolitik (For..Net) veranstaltet am 14. und 15. April 2016 in Passau das nunmehr 11. Internationale For..Net-Symposium: „Geschäftsmodelle im Internet: Innovationen zwischen Rechtsschutz und Nutzererwartung“. Die Tagung steht unter der Schirmherrschaft der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur, Dorothee Bär.

Kern des Symposiums bilden Vorträge und Diskussionsrunden von und mit hochkarätigen internationalen Experten aus Politik, Wissenschaft und Praxis. Erwartet werden über 100 Teilnehmer aus dem juristischen Spektrum.

Die Fachveranstaltung in den Passauer Redoutensälen wird von einem besonderen kulturellen Rahmenprogramm umrahmt. Während des traditionellen Galaabends auf der Veste Oberhaus wird bereits zum 3. Mal der For..Net-Award, ein Preis für datenschutzkonforme IT-Innovationen, verliehen. Als musikalisches Highlight konnte die international renommierte Sängerin Kavila Wiener mit ihrer Band gewonnen werden.

Weitere Veranstaltungshinweise, das Tagungsprogramm sowie ein Anmeldeformular finden Sie über https://www.for-net.info/symposien/symposium-2016/programm/ und https://www.for-net.info/symposien/symposium-2016/anmeldung/. Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben.

Mrz

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Kommentarbereichssperrungen: das falsche Einknicken zahlreicher Onlinemedien

März 6, 2016 | Kommentare deaktiviert für Kommentarbereichssperrungen: das falsche Einknicken zahlreicher Onlinemedien

Was war zuerst? Huhn oder Ei? Diese Frage stellt sich auch, wenn man die Kommentarbereiche zahlreicher Onlinemedien anschaut – oder besser gesagt: das, was von ihnen noch übrig ist. Seitdem auch die „Welt“ nur noch unter „ausgewählten Artikeln“ Kommentare zulässt, fehlt mir zwar ein wichtiges Element meiner bisherigen Medienanalyse – aber zugleich wird auch sehr deutlich, wie fragil eine solche Analyse ist und wie grob („Eher ja/eher nein“) sie wohl auch in ihrer Aussagekraft nur sein kann.

Denn es ist sehr viel Bewegung drin: in der Debatte, was man löscht und was nicht, in der Debatte, wie man löscht (automatisiert, per Hand oder beides – oder gar nicht), in der Debatte, was man zulässt und was nicht (lässt man vieles zu: ggf. juristische Probleme, Trolle, Ärger – lässt man wenig oder gar nix zu: ggf. Abwanderung der LeserInnen zu „alternativen Medien“, Shitstorm, Ärger). Bewegung macht es spannend, läßt aber eben auch nur sehr vage Aussagen zu (oder sehr grobe Einteilungen, s.o.). Ein valides Modell läßt sich so nicht entwickeln, da sich die Rahmenbedingungen oftmals so schnell und stark ändern, daß man seine Arbeit gleich wieder einstellen kann, noch bevor man einen Schritt weiter gekommen ist. Das war aber absehbar (Digitalisierung = Tempo), weshalb ich bei allzu euphorischen Analysetools immer skeptisch bin. Zu viele Versprechungen auf der Detailebene, das kann oftmals nicht funktionieren. Wer heute meint, den einen Weg zur Meinungsanalyse gefunden zu haben, kann schon morgen denselben versperrt vorfinden. Zu viel hat sich in der Vergangenheit geändert, zu wenig blieb stabil. Meine Prognose in Sachen AfD (siehe hier) bleibt allerdings bestehen. Dafür waren die Erlebnisse der letzten Monate zu intensiv. So schnell wird die Meinung („pro AfD“) bei zahlreichen Wählerinnen und Wählern nicht mehr drehen. Wir werden es am 13. März erleben.

Doch warum ist das so? Sprich: wie kommt es eigentlich zu dieser Meinung „pro AfD“, was sind die Gründe? Das führt uns zurück zu der Huhn-oder-Ei-Frage zu Beginn dieses Textes, denn: was war eigentlich zuerst da? Eine Stimmung pro AfD, die nur digital sichtbar wurde? Oder führte die Digitalisierung erst zur AfD-Stimmung? Prägen Menschen das Digitale oder prägt das Digitale die Menschen?

Ich sehe die digitalen Möglichkeiten nicht als Ursache. Es wurde sichtbar, was ohnehin da ist – es entstand jedoch nichts, woran die Digitalisierung nun die Schuld trägt. Denn wenn jemand überzeugt oder gar radikalisiert werden kann, muss er dafür auch offen, empfänglich, bereit sein. Allerhöchstens tragen (digitale) Massenmedien somit einen Beitrag zur Überzeugung der Unentschlossenen bei. Mein Eindruck in den letzten Monaten war jedoch bei diesem Thema, daß Digitalisierung all denjenigen, die schon längst überzeugt sind, schlicht – „endlich“, so schienen viele zu meinen – ein Forum bietet. Denn die Aussagen waren oftmals so unzweideutig, hart, kompromisslos, undiplomatisch und glasklar, dass ich hier nicht den Eindruck gewinnen konnte, einigen Unentschlossenen beim „Werden“ zuzuschauen. Die Mehrheit wurde nicht, sondern war bereits.

Deshalb ergibt es jetzt auch keinen Sinn, durch Sperrungen von Kommentierungsmöglichkeiten oder das Ausweichen auf Facebook („Sollen sie dort kommentieren, dann ist der Hass Facebooks Problem“) die Hoffnung zu schüren, Dinge würden besser (= weniger negativ im mannigfaltigen Sinne der Onlinemedien/Kommentarbereichsbetreiber) werden. Denn erstens gibt es wie gesagt Alternativen – selbst zu Facebook (siehe dazu bspw. „Russisches Netzwerk VK.com: Sammelbecken für Facebook-Hetzer“). Und zweitens liegen die Ursachen eben nicht in den digitalen Möglichkeiten, sondern in den Köpfen der Menschen. Und da bleiben letztlich nur zwei Aspekte übrig, die hier ausschlaggebend sind: entweder wir haben es in Sachen „Pro AfD“ mit einem entsprechend großen Anteil glasklarer Rechtspopulisten, ihren Fans, Unterstützern und Sympathisanten zu tun, denen die „Wahrheit“ schlicht egal ist und für die nur der Transport ihrer Ideologie wichtig ist – auch, um Unentschlossene zu überzeugen und ins Boot zu holen. Oder wir haben tatsächlich eine nicht nur marginale Masse an Menschen in der Bevölkerung, die in der AfD den einzigen Ausweg aus einer ihrer Meinung nach grundfalschen Politik sehen und denen es somit um die „Wahrheit“ geht, für die die AfD als Symbol ihres Widerspruches gewählt wird – Rechte in der Partei oder ihrem Umfeld hin oder her.

Für die Medienanalyse ist es jedoch völlig egal, welcher dieser beiden Aspekte nun gilt. Klar und deutlich bleibt auf jeden Fall: das Digitale ist hier nicht der Grund für diese Entwicklung. Es wird sich nichts in den Köpfen ändern, nur weil man Kommentarbereiche schließt. Wenn es ganz schlecht läuft, behütet man so nicht einmal mehr die Unentschlossenen, denn die finden heutzutage ohnehin, was sie suchen – Stichwort VK.com. Auch in diesem Falle muss also ein souveräner Umgang mit den digitalen Möglichkeiten her. So unbeliebt das in Deutschland auch sein mag.

Feb

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Prognose via Medienanalyse: Die AfD wird am 13. März deutliche Erfolge erzielen

Februar 22, 2016 | Kommentare deaktiviert für Prognose via Medienanalyse: Die AfD wird am 13. März deutliche Erfolge erzielen

Seit einigen Jahren arbeite ich an einem Medienanalyseweg, der sich grob so beschreiben läßt: die gesellschaftliche Wirklichkeit bildet sich plausibel in digitalem Medienverhalten (bspw. Kommentarbereichen) ab. Aufgrund der Erfahrungen meiner Arbeit in den letzten vier Jahren stelle ich deshalb eine entsprechende Hypothese auf: aufgrund der bisherigen Medienbeobachtungen ist von einem deutlichen Erfolg der AfD am 13. März (sprich: bei den kommenden drei Landtagswahlen) auszugehen. Im Detail werde ich dazu in Kürze noch mehr schreiben, aber inzwischen halte ich die Medienanalyse im rein digitalen Bereich für so valide, daß ich eine solche Hypothese problemlos aufstellen kann. Nicht gemeint sind hier „klassische Auswertungen, sprich: feuilletonistische Beiträge, politische Analysen oder Gastartikel, also ganz generell journalistische Texte, sondern gemeint sind reine Nutzer-/Nicht-Profi-Beiträge wie Kommentare, Tweets, etc.

Es geht im Kern darum, festzuhalten, daß „das Internet“ die gesellschaftliche Realität plausibel abbildet und damit keine anderen Quellen mehr nötig sind. Jetzt kann man natürlich sagen: okay, daß die AfD große Erfolge erzielen wird, ist nicht so spektakulär (hinsichtlich der Analyse), denn seit Wochen sagen die Prognosen (die auf Befragungen basieren) nichts anderes. Stimmt. Aber mein Weg zu dieser Behauptung ist ein anderer. Es geht hier und jetzt also „nur“ um eine zusätzliche Bekräftigung von ohnehin schon existierenden Hypothesen, mithilfe eines anderen Weges – nicht zwangsläufig um einzigartige Erkenntnisse.

Das wirklich Spannende ist für mich auch eher, inwiefern die Metahypothese damit gestärkt wird: daß das digitale Leben das gesamte (digitale und nichtdigitale) Leben inzwischen erklärbar macht. Sollte die AfD also gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen (idealerweise in allen drei Bundesländern), wäre das aus analytischer Sicht ein Erfolg. Ich wiederhole aber in aller Deutlichkeit: aus analytischer Sicht. Andere Bedeutungen des Wortes „Erfolg“ sind damit an dieser Stelle explizit nicht gemeint.

Feb

18

Call for Papers für die INFORMATIK 2016 in Klagenfurt: Suchmaschinen – zwischen technischer Entwicklung und gesellschaftlicher Bedeutung

Februar 18, 2016 | Kommentare deaktiviert für Call for Papers für die INFORMATIK 2016 in Klagenfurt: Suchmaschinen – zwischen technischer Entwicklung und gesellschaftlicher Bedeutung

Dankenswerterweise ist der HWR-Kollege Olaf Resch für diesen CfP verantwortlich, den ich sowohl inhaltlich als auch organisatorisch gern unterstütze: suchmaschinen.click

Feb

16

Terrorismus digital: Artikel von mir in „Erziehung und Wissenschaft“ 02/2016

Februar 16, 2016 | Kommentare deaktiviert für Terrorismus digital: Artikel von mir in „Erziehung und Wissenschaft“ 02/2016

Online gibt’s ab sofort einen Artikel von mir zu der Frage, welche Rolle das Internet beim Thema Radikalisierung derzeit spielt. Veröffentlicht wurde das Ganze in „Erziehung und Wissenschaft“, Ausgabe 02/2016, und es ist hier als PDF verfügbar. (Mein Beitrag beginnt auf S. 12.)

Jan

19

Gerard Depardieu und die Freiheit

Januar 19, 2016 | Kommentare deaktiviert für Gerard Depardieu und die Freiheit

So ist das wohl mit der Freiheit:

„Was also ist das Große und das Unerträgliche an Depardieu? Vermutlich, dass er ein freier Mann ist. Und dass er einem Lektionen darüber erteilt, wie Freiheit jenseits von Präsidentenreden und Uni-Proseminaren tatsächlich aussieht. Sie ist ein Chaos, das sich manchmal selbst nicht mehr versteht, sie macht einsam, sie hat ihre hellen und ihre sehr dunklen Momente, sie ist manchmal nur mit viel Alkohol zu ertragen, und manchmal benimmt sie sich wie ein Arschloch. Kein Wunder, dass sich so wenige für sie entscheiden.“

(Quelle: welt.de)

Jan

14

Video: Digitaler Salon – Social Media for the bad

Januar 14, 2016 | Kommentare deaktiviert für Video: Digitaler Salon – Social Media for the bad

Es ist schon eine Weile her, aber deshalb ja nicht automatisch schlecht:

„Extre­mismus, radikale Gruppen und Gewalt im Internet. Wie nutzen sie das Netz und wer kann was dagegen tun?

Katja Weber von DRadio Wissen sprach am 27.Mai mit:

– Laura Piotrowski, Redakteurin, fussball-gegen-nazis.de
– Asiem El Difraoui, Politologe und Autor, Institut für Medien- und Kommunikationspolitik
– Stephan Humer, Internetsoziologe

Eine Einführung in das Thema gab Emma Peters, Doktorandin am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft.“

Jan

13

Call for Papers: 23rd International Conference on Telecommunications (ICT 2016)

Januar 13, 2016 | Kommentare deaktiviert für Call for Papers: 23rd International Conference on Telecommunications (ICT 2016)

May 16-18, 2016, Thessaloniki, Greece
http://ict-2016.org

Highlights:

– ICT 2016 conference is Technically co-sponsored by IEEE Communications Society
– Accepted, registered and presented papers will be published in the ICT 2016 conference proceedings and submitted to IEEE Xplore as well as other Abstracting and Indexing (A&I) databases.
– Distinguished Keynote Speakers announced:
Mohamed-Slim Alouini (King Abdullah Univer. of Science and Technology)
Mike Short (Vice President – Telefonica Europe)
Robert Schober (Friedrich-Alexander University of Erlangen-Nuremberg)

Important Dates:
Paper submission (main track): January 31, 2016
Workshop/Special Session Proposals: January 15, 2016 (extended)
Paper submission (Special Sessions): February 15, 2016
Paper Acceptance Notification: March 1, 2016
Camera-Ready Papers: March 10, 2016

Scope:
The 23rd International Conference on Telecommunications (ICT 2016) will be held in Thessaloniki, a modern metropolis bearing the marks of its stormy history and its cosmopolitan character, known for its hospitality and cuisine.

This year’s theme “Expansion to Small” aims to draw research community’s attention to the enormous anticipated expansion of communication systems through small architectures and devices. Small cells, short wavelengths, small sensors, small scale communications going down to molecular level are expected to boost next generation communications leading to Big Data networking, massive Internet of Things and green, energy efficient applications. Additionally, high quality papers on all aspects of contemporary research and applications of telecommunications are welcome.

The Organizing Committee invites proposals for Workshops/Special Sessions/Tutorials/Demos to be held in ICT 2016. More information can be found in http://ict-2016.org (under „Submissions“).

Submission Guidelines:
Prospective authors are invited to submit high-quality original technical papers reporting original research of theoretical or applied nature for presentation at the conference and publication in the IEEE ICT 2016 Proceedings. All submitted papers will be peer-reviewed. The manuscripts must be prepared in English with a maximum paper length of five (5) printed pages (following the standard IEEE 2-column format) without incurring additional page charges (maximum 2 additional pages with over length page charge of USD100 for each page if accepted). Please note that for every accepted contribution, at least one person must register for the conference and present. Accepted papers not presented in the conference will be excluded from the proceedings.

All papers for ICT 2016 should be submitted via EDAS using http://www.edas.info/newPaper.php?c=21703

Workshop/Tutorials/Special Sessions/Demo proposals can be directed to the corresponding chairs as described in the conference web site.

Organizing Committee:

General Co-Chairs:
Mischa Dohler, King’s College London, UK
George Karagiannidis, Aristotle University of Thessaloniki, Greece

Technical Program Chairs:
Periklis Chatzimisios, Alexander TEI of Thessaloniki, Greece
Athanasios C. Iossifides, Alexander TEI of Thessaloniki, Greece
Shiwen Mao, Auburn University, USA
Kan Zheng, Beijing University of Posts & Telecommunications, China
Vasilis Friderikos, King’s College London, UK

Jan

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Call for Papers for ICACCI-2016

Januar 12, 2016 | Kommentare deaktiviert für Call for Papers for ICACCI-2016

Fifth International Conference on Advances in Computing, Communications and Informatics (ICACCI-2016)

September 21-24, 2016, Jaipur, India

http://icacci-conference.org/2016/

Technically Co-sponsored by IEEE Communications Society (ComSoc) and IEEE Systems, Man, and Cybernetics Society (SMCS)

Submission Deadline : April 30, 2016

Jan

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Beiträge zur 5. Berliner Mediensucht-Konferenz

Januar 11, 2016 | Kommentare deaktiviert für Beiträge zur 5. Berliner Mediensucht-Konferenz

Seit Jahren arbeite ich nun schon mit den fantastischen Menschen vom Berliner Netzwerk Medienabhängigkeit zusammen – insgesamt leider viel zu wenig, denn es gibt ja (wie ich im Dezember durchaus … nun ja: energisch formuliert habe) eigentlich immer viel zu viele interessante wie relevante Baustellen im Bereich Internet und Gesellschaft. Ab und an muß man aber dann doch wieder mal gemeinsam aktiv werden und sich die Zeit für einen Beitrag nehmen. Im vergangenen November war es so weit: die 5. Berliner Mediensucht-Konferenz stand an und ich konnte dort einen Vortrag zum Thema Vernetzung („Das sozialste Netzwerk“) präsentieren. Meine Präsentation ist ab sofort auf der Seite des Fachverbandes Medienabhängigkeit verfügbar. Wer Fragen dazu hat: immer gern direkt an mich, bevorzugt per Mail (stephan @ humer.de)

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