Wissenschaft wird mehr Geld bringen – zumindest etlichen W2-Profs …

Das heute vom Bundesverfassungsgericht verkündete Urteil zur W-Besoldung finde ich grundsätzlich richtig. Trotzdem hat es einen bitteren Beigeschmack: mehr Geld wird es jetzt mit Sicherheit nicht für die Wissenschaft insgesamt geben, so daß sich zwangsläufig die Frage stellt, inwiefern und bei wem dann gespart werden kann muß, wenn einige mehr Geld bekommen müssen. Im SpOn-Artikel wird dies bereits (etwas verklausuliert) erwähnt: “[Hessens Wissenschaftsministerin, Anm.] Kühne-Hörmann wies außerdem darauf hin, dass laut Hessischem Hochschulgesetz Professoren auch als Angestellte beschäftigt werden könnten. Das eröffne “mehr Freiraum für finanzielle Leistungsanreize”.” Oder anders gesagt: Man kann den nun politisch deutlich unattraktiveren Rahmen der W-Besoldung auch gleich verlassen und individuelle Angestelltenverträge aushandeln. Denkbar ist hier vieles: “Mehr Leistungsanreize” bedeutet dann mit nicht nur geringer Wahrscheinlichkeit weniger Grundgehalt – oder weniger Haushaltsstellen, Ausstattung, Mitarbeiterstellen, etc. Denn wie gesagt: irgendwo muß das Geld ja herkommen. Ich bin sehr gespannt, wie es nun weitergehen wird.

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Wissenschaft darf Spaß bringen – und Geld

Ein interessantes Startup macht Data Mining mal anders: Kaggle

“Das US-Start-up Kaggle organisiert gut dotierte Wettbewerbe, wie man mit neuen Algorithmen Datenhalden brauchbare Prognosen entlocken könnte. Wofür die akademische Forschung Jahre braucht, gelingt hier manchmal in wenigen Wochen.”

(Quelle: TR)

Und besonders interessant ist dieser Absatz aus dem TR-Artikel:

“Obwohl die meisten Teilnehmer aus dem Data-Mining kommen, gewinnen bislang am häufigsten die fachfremden Mitstreiter. Vielleicht liege es daran, dass sie das Problem aus einem neuen Blickwinkel betrachteten, mutmaßt Goldbloom.”

(Vielen Dank an Julian für diesen Tipp!)

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a-i3/BSI Symposium 2012

Ich leite sehr gerne weiter:

*** Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet (a-i3) ***

Die Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet (a-i3) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) laden ein zum 7. interdisziplinären Symposium:

— Perspektiven und Risiken der digitalen Gesellschaft – ID-Management und Datenschutz für Cloud Computing und IPv6 —

Termin: 16. und 17. April 2012

Ort: Veranstaltungszentrum der Ruhr-Universität Bochum

Am 16. und 17. April 2012 findet in Bochum das 7. interdisziplinäre Symposium der Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet (a-i3) und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) statt.

In diesem Jahr sollen unter dem Oberthema „Perspektiven und Risiken der digitalen Gesellschaft – ID-Management und Datenschutz für Cloud Computing und IPv6“ aktuelle Themen aus den Bereichen Infrastruktursicherheit, Identitätsmanagement und Datenschutz umfassend aus rechtlicher und technischer Perspektive beleuchtet werden. Im Vordergrund der zweitägigen Expertentagung stehen unter anderem Sicherheitsaspekte von IPv6 und Cloud Computing sowie Fragen der sicheren Identifizierung im Mobile Payment und im mobilen Internet. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Datenschutzrecht, das durch den neuen Entwurf einer europäischen Datenschutzverordnung vor entscheidenden Veränderungen steht. In diesem Zusammenhang sollen zudem datenschutzrechtliche Aspekte sozialer Netzwerke und des Internets der Dinge erörtert werden.

Das Symposium endet mit einer Podiumsdiskussion am zweiten Tag, die unter dem Thema „Die Zukunft des Datenschutzes in Internet und Cloud“ steht.

Die Veranstaltung richtet sich an Entscheidungsträger von Verwaltungsbehörden, an Leiter, Mitarbeiter und Datenschutzbeauftragte in Organisationen und Unternehmen aus den Gebieten IT-Sicherheit, Softwareentwicklung und E-Commerce. Weiterhin an Juristen in Justiz, Unternehmen und Verbänden, spezialisierte Rechtsanwälte sowie Leiter und Mitarbeiter in Aufsichts- und Datenschutzbehörden.

Aus den Themen:

Themenbereich 1: Infrastruktursicherheit

• Grundlagen von IPv6
• Aktuelle Angriffe im Cloud Computing
• Angriffe auf SCADA-Systeme
• Sicherheit des Smart Grid

Themenbereich 2: Identitätsmanagement und Sicherheit

• Mobile Payment und Sicherheit
• Pflichten und Haftung von Identitätsprovidern
• Sicherheit des Identitätsmanagement
• Webbrowser im Identitätsmanagement – eine kritische Bestandsaufnahme

Themenbereich 3: Datenschutz in der digitalen Gesellschaft

• Die Reform des europäischen Datenschutzrechts
• Der „Europa-Pass“ im Datenschutzrecht
• Einheitliches Datenschutzrecht in Europa
• Datenschutz im Internet der Dinge
• Effektivität des Datenschutzrechts
• Recht auf Vergessen v. Data Mining

Aktualisierte Informationen zu Programm, Preisen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie stets unter www.a-i3.org.

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Der erste “Arbeitsbereich Internetsoziologie” Deutschlands wird massiv ausgebaut

Seit einigen Jahren bin ich nun dank der tatkräftigen Unterstützung des nimmermüden Medienpioniers und digitalen Visionärs Prof. Joachim Sauter internetsoziologisch an der Universität der Künste Berlin aktiv. Es fing 2006 ganz klein mit einem Lehrauftrag und der spontanen Übernahme von Diplomprüfungen (durch den unerwarteten Tod von Prof. Gerburg Treusch-Dieter) an – und es war ein echtes Experiment, basierend nur auf einer Idee, die Joachim Sauter als erster (und erstaunlicherweise auch lange als einziger) für gut befand: die Analyse von Internet und Gesellschaft durch einen Soziologen, kurz: Internetsoziologie.
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Außergewöhnliche Auszeichnung: Aufnahme in den kress-Kreis der “3000 wichtigsten Köpfe” der deutschen Medienbranche

In der Medienwelt gibt es sicherlich nur wenige Menschen, denen der Name Kress nichts sagt. Günther Kress gründete in den 60ern den Branchendienst kressreport, im Internet gibt es das dazugehörige Webangebot, welches laut Wikipedia “1996 als erstes Fachangebot im Internet für die Medienbranche” startete. Und schließlich gibt es noch kressköpfe:

“Alle Jahre wieder auf der Wunschliste vieler Medienleute: die Neuauflage des “kressköpfe”-Buchs. “kressköpfe 2011/2012″ erscheint am Montag, 19. September. Auf 664 Seiten stehen aktuelle Branchendaten und -trends; die wichtigsten Dienstleister – mit dem VDZ Mediendienstleister-Verzeichnis 2011/2012 – und die wichtigsten Köpfe: 3.000 Kontakte aus Marketing, Medien und Werbung.”

(Quelle: kress.de)

Zwar ist das Buch nun schon seit einigen Monaten auf dem Markt und ich erhielt auch bereits vor längerer Zeit die Nachricht, daß ich ab sofort Teil dieses Werkes sein werde, doch wenn man es nun – dank Postlaufzeitverzögerung um nur einige etliche Wochen verspätet – in der Hand hält, dann beeindruckt es nicht nur aufgrund seines schieren Gewichts. Henning Kornfeld, stellvertretender Chefredakteur des kressreports, erklärt, was das Buch auszeichnet:

“Unsere Datenbank ”kress köpfe” enthält heute Angaben zu rund 21.000 Vertretern der Medien- und Kommunikationsbranche und ist eine unverzichtbare Kommunikationsplattform für sie, doch Print hat weiter seine Berechtigung. Wir freuen uns daher, Ihnen auch in diesem Jahr ein Buch mit Informationen zu den 3.000 wichtigsten Managern vorlegen zu können […]. Die kress-Redaktion hat die Namen ausgewählt […]”

(Quelle: kress köpfe 2011/2012, S. 5)

Daß ich ausgerechnet aufgrund meiner (stark medienwissenschaftlich geprägten) Arbeit als Editor-at-large für die RETRO in der aktuellen Ausgabe (siehe S. 349) lande und damit von einem anerkannten Team zu den 3.000 wichtigsten Medienmenschen des Landes gezählt werde, freut mich natürlich ganz besonders, denn ich sehe darin vor allem eine kleine Bestätigung für den sehr speziellen, weil unermüdlich detailverliebten, hochgradig individuellen und natürlich auch risikoreichen Weg, den wir, das RETRO-Team – nicht nur ich – nun schon seit etlichen Jahren konsequent beschreiten und der erwiesenermaßen keineswegs unprofessioneller oder gar erfolgloser sein muß als die etablierten Wege und Strukturen. Letztlich scheinen weniger Auflage, Reichweite oder ähnliche Kennwerte überzeugt zu haben, sondern vor allem das innovativ-inhaltliche Ergebnis, was zweifellos nichts anderes als das größtmögliche Lob sein kann. Deshalb an dieser Stelle: vielen herzlichen Dank an das kress-Team für die Aufnahme in diesen Kreis!

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2012: Das Jahr fängt klasse an!

Hinter den Kulissen ist viel in Bewegung: die deutsche Sicherheitsforschung ist seit dem 1.1. um ein spannendes Projekt (und ein hochkarätiges Forschungsteam) reicher! Mir ist natürlich bewußt, daß ich mit solchen Andeutungen alle Interessierten auf die Folter spanne, aber es wird sicherlich nicht sehr lange dauern und das Projektteam wird sich entsprechend äußern. Bleiben Sie einfach noch ein wenig gespannt, es lohnt sich definitiv! Frohes neues Jahr!

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2011: Klasse? Erfolge!

Für die Digitale Klasse der UdK war das Jahr 2011 zweifellos ein erfolgreiches. Die Arbeiten von drei Studierenden gingen ins MoMA New York ein (nach Gesprächen mit Insidern wohl eine nie zuvor dagewesene Leistung), der erste CERN-Kunstpreis ging an einen Studierenden aus der Klasse (welcher bereits 2008 einen bedeutenden Preis bei der ars electronica gewann) und Joachim Sauter war auch in diesem Jahr einer der erfolgreichsten und begehrtesten Digitaldesigner weltweit, welcher nicht nur – wie in den obigen Fällen – Studierende zu Höchstleistungen führt und – wie in meinem Falle – die fruchtbare Verwebung von Digitalkunst und Wissenschaft unterstützt, sondern dessen Leistungen inzwischen auch ein echter Standortfaktor Berlins für die Verbindung von Kunst und Wirtschaft geworden sind. Dazu kommen noch die wunderbare Arbeit von Jussi Ängeslevä sowie die kleinen Beiträge, die ich in diesem Jahr für die Klasse leisten konnte. Und wenn alles gut läuft, kann im Januar eine Überraschung präsentiert werden, die vor allem mein Engagement in der Klasse – für viele ja (immer noch) ein ungewöhnlicher Arbeitsort für einen Soziologen – mit Sicherheit besser als je zuvor verdeutlichen dürfte. Man darf definitiv gespannt sein!

Wir haben einiges für 2012 in der Pipeline und freuen uns, dies hoffentlich bald vorstellen zu können. Das gelebte Zusammenwirken von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft – mit dem unzweideutigen Fokus auf Kreativität und Innovation – hat sich als sehr erfolgreich herausgestellt und soll deshalb nicht nur weitergeführt, sondern kontinuierlich weiterentwickelt werden. Trotz aller Erfolge gibt es natürlich noch einiges, was man besser machen könnte – und ich hoffe sehr, bereits in Kürze deutlich größere Beiträge dazu leisten zu können als es bisher möglich war. Denn der Erfolg gibt der Klasse recht – und deshalb hat sie auch die volle Hingabe verdient.

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