Die guten Seiten der Schufa-Facebook-Forschungsidee

Die derzeitige Diskussion über die Forschungsidee “SCHUFALab@HPI”, sprich: die Idee, bei “bei Facebook und anderen Internetquellen Daten über Verbraucher” zu aggregieren, hat auch etwas Gutes: wenn sie als Startpunkt einer (gesellschaftlichen) Grenzziehung dient. Mir wäre ein Katalog mit all den Möglichkeiten, Daten über Individiuen zu sammeln im Stile eines Handbuches sehr recht. Dann müßten wir nicht mehr fallweise über jede neue Datenaggregationsidee diskutieren, sondern könnten sehr effizient markante Stopp-Schilder setzen. Und dann wüßte auch jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger, aus welchen Attributen sich seine Kreditbewertung zusammensetzen darf – und aus welchen nicht. Das Stochern im Nebel wäre damit weitestgehend erledigt, beispielsweise in Hinblick auf die Frage, was das “Meinungsbild” mit der Kreditwürdigkeit zu tun hat.

UPDATE (14:20h): Aus diesem Katalog wird jetzt wohl nichts

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(Immerhin US-amerikanische) Senioren sind nun mehr on- als offline

“As of April 2012, 53% of American adults age 65 and older use the internet or email. Though these adults are still less likely than all other age groups to use the internet, the latest data represent the first time that half of seniors are going online. After several years of very little growth among this group, these gains are significant.”

(Ergänzendes zu diesem Zitat hier)

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Call for Papers: 13. IT-Sicherheitskongress des BSI

Sehr empfehlenswert!

Zitat:

“Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) veranstaltet vom 14. bis zum 16. Mai 2013 in Bonn seinen 13. Deutschen IT-Sicherheitskongress und hat nun die Suche nach Vorträgen gestartet. Das Motto lautet “Informationssicherheit stärken – Vertrauen in die Zukunft schaffen” und gefragt sind “aktuelle, kreative, praxisnahe und verständliche Kongressbeiträge” […]”

Mehr dazu bei heise.de

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Medienabhängigkeit: Unaufgeregte Hilfe statt Alarmismus

Vor drei Tagen schrieb ich ein paar Tweets zum Thema Medienabhängigkeit. Heute schreibt heise online über die Reaktionen auf den Drogenbericht der Bundesregierung, auf den auch ich (wie oben beschrieben) reagiert habe. Und diese Mitteilung fällt positiv auf:

“Die CSU-Netzpolitikerin und Generalsekretärin der Partei, Dorothee Bär, kritisiert den jüngsten Drogen- und Suchtbericht der Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Sie findet Formulierungen wie “pathologischer Umgang mit dem neuen Medium PC/Internet” befremdlich. Fragestellungen wie “sind sie am Tag länger als eine Stunde im Internet” zeigten, mit welchem Verständnis an das Thema herangegangen wird. Die gedankliche Nähe des Internetverhaltens zum Alkohol- und Drogenkonsum hält Bär laut Mitteilung insgesamt für absurd. Vor dem Internet solle nicht gewarnt werden, viel mehr solle es sinnvoll in den Lebensalltag der Menschen integriert werden.”

(Quelle: heise.de)

Das ist doch schon mal ein vielversprechender Anfang und zugleich eine nette Inspiration für die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Und damit es nicht nur bei Worten bleibt, folgen beispielsweise hier in Berlin ganz konkrete Taten: derzeit formiert sich ein “Berliner Netzwerk Medienabhängigkeit”, welches von hochkarätigen Suchtexperten ins Leben gerufen wurde und zu dem ich dankenswerterweise eingeladen worden bin. Ich möchte in diesem Netzwerk unter anderem dazu beitragen, daß ganz besonders Sätze wie der letzte im obigen Zitat mit Leben gefüllt werden, da sich die Digitalisierung weder aus dem Alltag verdrängen läßt noch das Internet oder andere digitale Entwicklungen mehrheitlich negative Auswirkungen auf die Menschen gehabt haben. Je mehr man Digitalisierung selbstbestimmt gestalten kann, desto besser ist es für jeden einzelnen Menschen.

Den Anfang macht dabei – auch und gerade bei besonders sensiblen Themen wie Medienabhängigkeit – die unaufgeregte Analyse, nicht ein seltsam weltfremd anmutender Alarmismus.

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Auch bei Hardcore-Nerds funktioniert der digitale Radiergummi nicht …

… und ausgerechnet ein “altes” Medium hat es entdeckt – und erklärt gleich, woran es liegt:

“Claus-Brunner, eigentlich bekannt als Verfechter von Transparenz, reagierte auf eine Art, die ihm neue Kritik einbrachte: Er löschte die umstrittenen Tweets. Als Bildschirmfotos kursieren diese allerdings noch immer im Netz.”

(Quelle: Tagesspiegel)

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Wochenend-Empfehlungen (25): Anonymität, Privatheit, Überwachung

Immer wieder für ein Update gut: Resources for Online Anonymity, Encryption, and Privacy

Ein Update fürs ganze Jahr: EIC 2012 Keynote: Interview – What are the Privacy and Information Security Challenges 2012 and Beyond?

“Surveillance is now an inescapable phenomenon, and how it is used raises some of the most pressing political and ethical questions of our day”: Public and Private Surveillance

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Wir gegen euch: so gestaltet man Digitalisierung erfolgreich … nicht!

Wenn ich mir die derzeitigen, aber auch schon eine ganze Weile andauernden Diskussionen rund ums Urheberrecht in Deutschland so anschaue, kann ich nur noch genervt wegklicken. Solange immer wieder Grabenkämpfe geführt werden und kein konstruktiver Dialog beginnt, ist das Ganze nichts als Zeit- und Energieverschwendung, und zwar für alle Beteiligten bzw. Betroffenen. Wie wäre es, wenn sich alle, die sich betroffen fühlen, einfach einmal zusammen an einen Tisch setzen, vor sich nur ein weißes Blatt Papier, beseelt vom Willen zur gemeinsamen, ergebnisoffenen Gestaltung – und dann geht die Arbeit los, ohne Gezänk und Plattitüden. Aufbauend auf den technischen und sozialen Gegebenheiten – und ohne die eigene Statusgruppenpolitik im Hinterkopf – wird so ein neues, faires Urheberrecht entworfen, zumindest jedoch skizziert. Illusorisch? In Hinblick auf eine schnelle Lösung in Form eines neu entworfenen Urheberrechts: freilich. Aber schon allein dieser Prozeß hätte den Vorteil, daß manchem vielleicht mal klar wird, was Digitalisierung jenseits der üblichen Floskeln (“Die wollen alles gratis!”, “Überkommene Geschäftsmodelle!”) wirklich für ihn, die anderen, uns alle bedeutet, ob ihm das nun paßt oder nicht. Und es wäre zweifellos besser als all die Anfeindungen, Unterstellungen und Übelkeiten, die man erlebt, wenn man sich die derzeitigen verbalen Auseinandersetzungen anschaut … Wann führte Kindergartengezänk jemals zu guten Ergebnissen?

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