Anschlag in Orlando: mittlere Ziele auch bei EM besonders gefährdet

In der vergangenen Woche habe ich noch mit zwei JournalistInnen darüber gesprochen: meine größte Sorge gilt hinsichtlich der Fussball-Europameisterschaft und dem Thema Anschlagsgefahr ganz klar den mittleren Zielen. An diesem Wochenende hat es sich leider bewahrheitet: es sind genau diese mittleren Ziele, die in Hinblick auf Anschläge besonders gefährdet sind. Ziele, die zu klein sind, um massiven bewaffneten Schutz zu erhalten (wie Stadien, Fanmeilen oder offizielle Veranstaltungen), und doch groß genug, um mit einem Motto, einem Label oder einem Milieu in Verbindung gebracht zu werden, wenn etwas passiert (wie der Club in Orlando). Solche mittleren Ziele zu schützen, das ist eine ganz besondere Herausforderung – und seit dem Wochenende noch viel heikler. Es bleibt abzuwarten, wie Politik und Behörden jetzt ganz konkret mit dieser Herausforderung umgehen werden.

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Terrorismus digital: Artikel von mir in “Erziehung und Wissenschaft” 02/2016

Online gibt’s ab sofort einen Artikel von mir zu der Frage, welche Rolle das Internet beim Thema Radikalisierung derzeit spielt. Veröffentlicht wurde das Ganze in “Erziehung und Wissenschaft”, Ausgabe 02/2016, und es ist hier als PDF verfügbar. (Mein Beitrag beginnt auf S. 12.)

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Video: Digitaler Salon – Social Media for the bad

Es ist schon eine Weile her, aber deshalb ja nicht automatisch schlecht:

“Extre­mismus, radikale Gruppen und Gewalt im Internet. Wie nutzen sie das Netz und wer kann was dagegen tun?

Katja Weber von DRadio Wissen sprach am 27.Mai mit:

– Laura Piotrowski, Redakteurin, fussball-gegen-nazis.de
– Asiem El Difraoui, Politologe und Autor, Institut für Medien- und Kommunikationspolitik
– Stephan Humer, Internetsoziologe

Eine Einführung in das Thema gab Emma Peters, Doktorandin am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft.”

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Buchtipp: Gespenstergeschichten – Der linke Terrorismus der RAF und die Künste

Die Kollegin Svea Bräunert aus unserem Netzwerk Terrorismusforschung (NTF e.V.) möchte ihre hochinteressante Arbeit vorstellen:

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Liebe Mitglieder des Netzwerkes für Terrorismusforschung,

ich freue mich sehr, dass „Gespenstergeschichten. Der linke Terrorismus der RAF und die Künste“ diesen Herbst im Berliner Kadmos-Verlag erschienen ist.

Das Buch ist das Ergebnis meiner langjährigen Beschäftigung mit der Frage, welche Rolle die Rote Armee Fraktion für die westdeutsche Kulturgeschichte nach 1945 spielt und inwiefern Terrorismus ein anderes Nachdenken über Trauma, Erinnerung und Geschichte erforderlich macht. Eine Antwort auf diese zweifache Fragestellung habe ich in der Figur des Gespenstes gefunden. Der Weg dorthin hat neben der Beschäftigung mit kanonischen Positionen von Richter, Kluge und Enzensberger auch zu neueren Arbeiten von Demand, DeLillo und Dumas geführt.

Nähere Informationen finden sich auf der Homepage des Verlags: http://www.kulturverlag-kadmos.de/buch/gespenstergeschichten.html

Nochmals vielen Dank für die anregenden Diskussionen im Rahmen der Netzwerk-Workshops, die mir bei der Arbeit an dem Buch sehr geholfen haben.

Herzliche Grüße

Svea Bräunert

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Sicherheitsforschung: Lange Woche des Linksextremismus in Berlin

Morgen startet sie, die “Lange Woche der Rigaer Straße”. Da die linksextreme Ausrichtung dieser Veranstaltung klar erkennbar ist, bietet sie für interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Sicherheits- bzw. Extremismusforschung eine hervorragende Möglichkeit zur teilnehmenden Beobachtung und Anwendung anderer Analyseformen. Mal schauen, welche der zahlreichen Veranstaltungen – breit gefächert von sehr theoretisch bis ganz klar praktisch (“We will build a shoplifting-bag that can jam the anti-theft doors”) – sich zur gegenwärtigen Analyse weiter Teile des Berliner Linksextremismus’ besonders anbieten könnten. Das umfangreiche offizielle Programm ist auf der u.a. Website zu finden, ebenso beim “Stressfaktor”.

Website zur Langen Woche der Rigaer Straße: gettogether.noblogs.org
Beitrag dazu bei “linksunten.indymedia.org”: linksunten.indymedia.org
(Bisher eher überschaubare) Berichterstattung zur “LWdRS”: Google News

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Die Grauen Wölfe: eine unterschätzte Gefahr für Europa

Auch an dieser Stelle sei nochmal der Hinweis auf meinen aktuellen Artikel für die International Business Times erlaubt, da morgen ja in der Türkei gewählt wird und man sich als Europäerin/Europäer durchaus mal anschauen sollte, wer sich so zur Wahl stellt – beispielsweise die MHP, eine nicht ganz ungefährliche Partei, wie ich finde. Mehr dazu im Beitrag auf der Website der IBTimes.

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