Jul

10

Pew: Key Insights on Threats to the Internet

Juli 10, 2014 | Kommentare deaktiviert

Must-read: “how the Internet would be functioning in 2025″

Jul

1

Video: Transparent Lives

Juli 1, 2014 | Kommentare deaktiviert

Mai

26

Privacy by Design: Privacy-Protective Surveillance

Mai 26, 2014 | Kommentare deaktiviert

Another great inspiration for the realization of Freedom and Privacy presented by Privacy by Design Inventor and Lifetime Achievement Award Winner Ann Cavoukian:

Original commentary:

“The steady stream of revelations arising from the disclosures made by Edward Snowden have been deeply concerning for many around the world. The complete absence of any transparency has been unprecedented. In response, Dr. Cavoukian and Professor Khaled El Emam, of the University of Ottawa, have developed a new methodology called, “Privacy-Protective Surveillance,” (PPS) to remedy the blatant disregard for the basic tenets of a free and open society, while ensuring that our governments have effective measures to counteract terrorism.”

Mai

20

Überwachung als Spiel: “Watch Dogs” von Ubisoft

Mai 20, 2014 | Kommentare deaktiviert

Eigentlich reicht schon der Teaser, um zu erfahren, worum es hier geht:

“Überwachungskameras an jeder Ecke, Smartphones in jeder Hosentasche – und der Hacker Aiden Pearce hat auf sie alle Zugriff. Das Computerspiel “Watch Dogs” gibt einen Vorgeschmack darauf, wie die Zukunft in unserer datenfixierten Welt aussehen könnte.”

Die Quelle des obigen Zitats – ein ausführlicher SZ-Artikel – findet man hier.

Mai

15

Damit man mal sieht, was in der Digitalen Klasse der UdK (in der sich mein Arbeitsbereich Internetsoziologie befindet) so gemacht wird und wie wunderbar das Zusammenwirken von Internet (Praxis) und Gesellschaft (Theorie) bzw. von Kust und Wissenschaft dabei funktionieren kann, empfehle ich die Diplomarbeit von Absolvent Daniel Dalfovo mit dem Namen “To Whom It May Concern”. Seine soziologische Hauptgrundlage ist die Akteur-Netzwerk-Theorie von Bruno Latour. Dazu kommt ein wenig internetsoziologischer Einfluss, bspw. die Betonung der Eigengesetzlichkeiten von Digitalisierung, soziale Auswirkungen des Hackings und methodische Möglichkeiten und Grenzen zur Analyse des Betroffenenverhaltens. Das Ergebnis ist ein hochspannendes Projekt, daß gleichermaßen künstlerisch für sich selbst stehen und sprechen kann und als medienpädagogisches Werkzeug einsetzbar ist. Sehr gut!

Mai

10

50 Jahre BASIC: zwei Literaturtipps

Mai 10, 2014 | Kommentare deaktiviert

Neben unserem RETRO-Sonderheft “BASIC” gibt es von mir auch eine wissenschaftliche Empfehlung, die man sich bei Gelegenheit durchaus mal zu Gemüte führen sollte.

Mai

9

Update a-i3/BSI-Symposium: Vortrag zu ISO 27018

Mai 9, 2014 | Kommentare deaktiviert

Das leite ich gern weiter:

“Das a-i3/BSI Symposium hat dieses Jahr viele hochaktuelle Themen: Nicht nur die Heartbleed-Schwachstelle und der Warndienste des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik stehen dieses Jahr auf dem Programm.

Es freut es uns besonders, Ihnen einen der ersten Vorträge zum neuen, erst kürlich verabschiedeten, ISO 27018-Standard präsentieren zu dürfen. Der ISO Standard 27018 formuliert datenschutzrechtliche Anforderungen für Cloud-Dienste auf der Grundlage der EU-Datenschutzrichtlinie. Der an der Entwicklung maßgeblich beteiligte Christoph Rechsteiner von der SAP AG, wird den Standard vorstellen.

Die Veranstaltung richtet sich an Entscheidungsträger von Verwaltungsbehörden; Datenschutzbeauftragte in Organisationen und Unternehmen aus den Gebieten IT-Sicherheit, Softwareentwicklung und E-Commerce, an Juristen in Justiz, Unternehmen und Verbänden, spezialisierte Rechtsanwälte sowie Aufsichts- und Datenschutzbehörden.”

Mehr Infos hier.

Apr

9

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat gestern die Vorratsdatenspeicherung in Europa gekippt. Über die Bedeutung dieses Urteils gehen die Meinungen erwartungsgemäß auseinander: die einen sehen darin den endgültigen Tod eines ohnehin schon komatösen Projekts, die anderen sehen eher eine Version 2.0 am Horizont und damit eine baldige Fortsetzung dieses Vorhabens.

So oder so hat sich aus meiner Sicht das Thema Vorratsdatenspeicherung auch ganz ohne EuGH ohnehin erledigt, und zwar aus diesem Grund: wir sind heute schon viel weiter.

Eine flächendeckende Überwachung der Telekommunikations(meta)daten zu Zwecken der Strafverfolgung ist gar nicht mehr nötig. Die Digitalisierung unserer Gesellschaft liefert genug (Meta)Daten, um wahrscheinlich alle notwendigen Strafverfolgungsziele erreichen zu können. Das mag teilweise methodisch komplexer, umfangreicher, schwieriger und auch wandelbarer sein als die VDS, aber es ist definitiv deutlich weniger invasiv und wahrscheinlich in sehr vielen Fällen auch deutlich präziser und vor allem zukunftsfähiger. In den kommenden Wochen werde ich dazu ein umfangreiches Paper vorstellen, wo diese Idee ausführlich diskutiert wird. Denn die Grundidee mag sicher nicht besonders überraschend klingen, doch muß man freilich zahlreiche Feinheiten der Digitalisierung beherzigen, um zu einem überzeugenden Ergebnis zu kommen. Dies soll in dem Paper geschehen – auch und gerade in Hinblick auf Datenschutz und Privatsphäre!

Unabhängig von dieser Idee sehe ich für die VDS in ihrer bisherigen Form keine positive Zukunft. Mal ganz abgesehen von den offenbar eher dürftigen Ermittlungserfolgen unter Zuhilfenahme der VDS und dem Paradigmenwechsel einer prophylaktischen Überwachung, welche die Legitimation einer solchen Maßnahme in der Bevölkerung ohnehin untergraben (haben): Ich bin zwar kein Jurist, doch dürfte der bereits gestern von mir via Twitter präsentierte Satz

“It therefore applies even to persons for whom there is no evidence capable of suggesting that their conduct might have a link, even an indirect or remote one, with serious crime.”

sowie weitere Sätze aus dem Urteil des EuGH eine Ausgestaltung einer VDS 2.0 extrem schwierig machen. Denn ich lese daraus, daß eine Vorratsdatenspeicherung, die auch völlig Unbeteiligte betrifft, durchaus … nun ja: problematisch ist. Sollte das juristische Mehrheitsmeinung sein bzw. werden, dann hat die VDS in ihrer ursprünglichen Grundform keine Chance mehr, auch nicht mit noch so kunstvollen “Feinjustierungen”. Eine Version 2.0 dürfte jedoch dem Quick Freeze-Verfahren ähnlicher sein als es so manchem Politiker recht sein kann.

Apr

2

Der Präsident des deutschen Bundeskriminalamtes (BKA) Jörg Ziercke hat im aktuellen Behördenspiegel (Nr. 506/PDF) auf die Eigengesetzlichkeiten der Digitalisierung in Zusammenhang mit der Kriminalitätsbekämpfung hingewiesen:

“”Die Bekämpfung der schweren und organisierten Kriminalität in Deutschland”, leitete BKA-Präsident Jörg Ziercke das dreistündige Fachgespräch ein, “ist komplexer, internationaler und technologisch anspruchsvoller geworden. Die Methoden der Bekämpfung in der analogen Welt können nicht auf die virtuelle Welt übertragen werden.””

(S. 1)

Besonders der letzte Satz ist bemerkenswert. Für einen Sicherheitsforscher, der seit Jahren auf genau diese Problematik hinweist und zwischendurch immer wieder das Gefühl hatte, es dauert viel zu lang, bis sich diese Erkenntnis mal durchsetzt, kann es freilich keine bessere Aussage geben. Jörg Ziercke beweist damit – zusammen mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière – die notwendige Offenheit gegenüber digitalen Entwicklungen und eine pragmatische, aber zielorientierte Haltung in Hinblick auf die Bekämpfung zunehmend digitalisierter Kriminalität.

Wenn der Sicherheitsforscher zudem noch Vorsitzender einer Terrorismusforschungsvereinigung ist, ist die Zufriedenheit bei solchen Aussagen natürlich vollkommen:

“Die Organisierte Kriminalität (OK), Cybercrime und der Terrorismus prägen die Sicherheitslage und stehen für die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft.”

(a.a.O.)

Denn genau diese drei Themenschwerpunkte bearbeiten wir bzw. ich, da wir hier ebenfalls die größten Herausforderungen sehen. Damit geht das BKA nach meiner Auffassung zweifellos in die richtige Richtung, ebenso der Bundesinnenminister. Und das ist auch gut so.

Mrz

3

Anonymität abschaffen = keine digitale Hetze mehr?

März 3, 2014 | Kommentare deaktiviert

Glauben Sie daran, daß die Abschaffung von Anonymität (oder auch Pseudonymität) die Tonlage im Internet verbessern würde oder Hetze bzw. der berühmte Shitstorm verringert werden könnte? Dann haben Sie anscheinend noch nie dem einen oder der anderen PiratenpolitikerIn beim Twittern zugeschaut. Da hilft mit Sicherheit kein Realname, denn der wird gar nicht erst verschwiegen. Da hilft nicht mal die “Würde eines Amtes”, denn nicht wenige sind Abgeordnete/Kandidaten oder haben zumindest Funktionen innerhalb ihrer Partei inne. Da hilft anscheinend gar nichts mehr. Entsprechende Beispiele gefällig? Kein Problem, einfach hier klicken.

Die These “Anonymität weg = besserer Umgang miteinander” läßt sich also in Windeseile widerlegen. Was im nichtdigitalen Leben aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung durchaus plausibel erscheint (unmittelbares Pöbeln ist aufgrund des leibhaftigen Gegenübers schwieriger als mittelbares Pöbeln), läßt sich nicht so ohne weiteres ins digitale Leben übertragen. Es greifen Eigengesetzlichkeiten, die man berücksichtigen muß. Daß ausgerechnet die Piraten hieran so oft gescheitert sind, zeigt meines Erachtens sehr deutlich, daß sie für die Bewältigung der digitalen Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft – und nicht nur einige Nerds – steht, schlicht nicht die Richtigen sind. Für Empiriker dürfte der beste Beweis für das gesamtgesellschaftlich keineswegs überzeugende Verhalten der Piraten letztlich das Ergebnis der Bundestagswahl gewesen sein.

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