{"id":7299,"date":"2021-02-07T20:00:29","date_gmt":"2021-02-07T19:00:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/?p=7299"},"modified":"2021-02-07T19:58:59","modified_gmt":"2021-02-07T18:58:59","slug":"roger-willemsen-%e2%80%a0-7-2-2016-mehr-als-inspirierend-immer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/2021\/02\/07\/roger-willemsen-%e2%80%a0-7-2-2016-mehr-als-inspirierend-immer\/","title":{"rendered":"Roger Willemsen (\u2020 7.2.2016): Inspirierend. Immer."},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_7301\" aria-describedby=\"caption-attachment-7301\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Roger_Willemsen_Siegburg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Roger_Willemsen_Siegburg-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"size-medium wp-image-7301\" srcset=\"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Roger_Willemsen_Siegburg-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Roger_Willemsen_Siegburg-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Roger_Willemsen_Siegburg.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-7301\" class=\"wp-caption-text\">Roger Willemsen, 2011. CC BY-SA 3.0\/Sharon Nathan<\/figcaption><\/figure>\n<p>Heute vor f\u00fcnf Jahren starb Roger Willemsen. F\u00fcr mich war sein fr\u00fcher Tod schlimm, denn ich kannte und sch\u00e4tzte, ja: <a href=\"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/?p=6441\">bewunderte seine Arbeit schon sehr lange<\/a>. Das Interesse an seinem Wirken begann in meiner Teenagerzeit, in den fr\u00fchen 90ern, vorrangig aufgrund seiner Moderation in der damaligen Talkshow 0137, welche (unverschl\u00fcsselt) im Bezahlfernsehen von PREMIERE lief. Seitdem wuchs mir seine Arbeit immer mehr ans Herz und es war erschreckend, von seinem viel zu fr\u00fchen Tod zu erfahren. Ein kleiner Trost, immerhin: nach seinem Tod gr\u00fcndeten einige seiner Freunde die <a href=\"https:\/\/rwstiftung.de\/\">Roger-Willemsen-Stiftung<\/a>, die ich als Mitglied des &#8220;Freunde der Villa Willemsen e.V.&#8221; seit ein paar Jahren gern unterst\u00fctze.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich war meine Freude gro\u00df, im heutigen Newsletter der Stiftung einen Auszug aus Roger Willemsens Buch &#8220;Momentum&#8221; zu entdecken:<\/p>\n<p><em>&#8220;Wenn der Puls nicht regelm\u00e4\u00dfig schl\u00fcge, H\u00e4tten wir eine andere Musik. Wenn ich den Schlaf lieben k\u00f6nnte, h\u00e4tte ich die Hoffnung einmal satt zu werden. Wenn sich das Tr\u00e4umen genie\u00dfen lie\u00dfe, g\u00e4be es s\u00fcchtige Tr\u00e4umer. Vielleicht ist der Erfolg eine Krise, in der die unbesch\u00e4digte Person ihren Pr\u00fcfungen \u00fcbergeben wird. Mit solchen Gedanken kommt man \u00fcber den Winter.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Die in &#8220;Momentum&#8221; verwendete Form begeisterte mich, da sie meiner Idee der Arbeit mit Sinneinheiten zu \u00e4hneln schien, freilich in &#8220;nichtwissenschaftlichem&#8221; Kontext, aber im Kern identisch. (Wobei &#8230; ist das mit der Nichtwissenschaftlichkeit \u00fcberhaupt so deutlich formulierbar?) Zu Ehren von Roger Willemsen wollte ich diese Idee in meinem 2020 erschienenen Buch &#8220;Internetsoziologie&#8221; kurz kontextualisieren, dazu vielleicht ein, zwei oder drei Beispiele bringen. So war der Plan. Daraus wurde letztlich ein ganzes Unterkapitel, mehr als sieben Seiten. Oder anders gesagt: Es endete in der \u00fcblichen Begeisterung \u00fcber Roger Willemsens Arbeit, wie so oft.<\/p>\n<p>Ich wiederhole mich, nat\u00fcrlich, wie so viele: er fehlt. Aber: er inspiriert auch. Nicht &#8220;immer noch&#8221;. Kein &#8220;immer noch&#8221; aus dem nachvollziehbaren Gedanken des Trosts oder gar des Trotzes heraus. Nichts dergleichen. Sondern: immer. Ein &#8220;immer&#8221; aus purer Begeisterung, Faszination, ja: aus andauernder Freude \u00fcber Werk und Wirken. Das tut sehr gut. Auch &#8211; vielleicht sogar gerade &#8211; heute.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute vor f\u00fcnf Jahren starb Roger Willemsen. F\u00fcr mich war sein fr\u00fcher Tod schlimm, denn ich kannte und sch\u00e4tzte, ja: bewunderte seine Arbeit schon sehr lange. 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