{"id":6786,"date":"2018-06-23T09:52:37","date_gmt":"2018-06-23T07:52:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/?p=6786"},"modified":"2018-06-22T19:16:41","modified_gmt":"2018-06-22T17:16:41","slug":"nicht-umsonst-bei-twitter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/2018\/06\/23\/nicht-umsonst-bei-twitter\/","title":{"rendered":"Twitter: zum Gl\u00fcck nicht umsonst!"},"content":{"rendered":"<p>Es gab so viele tolle, aufregende und inspirierende Dinge, die mir in den letzten Wochen widerfahren sind (und \u00fcber die ich hier r\u00fcckblickend erschreckend wenig geschrieben habe, obwohl viel allgemein Interessantes darunter gewesen sein d\u00fcrfte), doch dieser Artikel d\u00fcrfte selbst aus der gro\u00dfartigen Liste absolut positiver Erlebnisse nochmal besonders hervorstechen: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/22\/twitter-tweets-intellektuelle-philosophie-diskurs-debatte\/komplettansicht\">Twitter: Der Geist zwitschert, wo er will<\/a>. Denn dort liest man unter anderem Folgendes:<\/p>\n<p>\u201e[Ihrer] ordnungsstiftenden Rolle [\u2026] durchaus bewusst sind Twitterer, die in all den von Hass und Verleumdung gepr\u00e4gten Debatten \u00fcber Rechte und Rechtsextreme, \u00fcber #MeToo und Homo-Ehe, \u00fcber Kreuze und Burkas einen k\u00fchlen Kopf bewahren. Sie k\u00f6nnte man als Moderatoren bezeichnen, und unter ihnen sind auffallend oft Soziologen, aber auch Politikwissenschaftler und Juristen. Wie erfrischend lesen sich etwa Tweets des Soziologen Stephan G. Humer (@netsociology), in denen er Kulturpessimisten und S\u00e4kularismusgegner auseinandernimmt oder aus einer Datenschutz-Debatte allein mit einem passenden Emoji viel hei\u00dfe Luft herausnimmt. Zum Teil bilanziert er jedoch auch gallig: &#8220;Typischer Morgen im digitalen Deutschland: Angst vor #KI, Angst vor #Internetsucht, Angst vor #Facebook, #Google und nat\u00fcrlich #Twitter &#8230; hie\u00df es nicht mal, #GermanAngst sei Geschichte? Analoge Geschichte vielleicht &#8230;&#8221;<\/p>\n<p>Das kam \u00fcberraschend, keine Frage! Und nat\u00fcrlich bin ich so hocherfreut wie es \u00fcberhaupt nur m\u00f6glich ist \u00fcber diese lobende Erw\u00e4hnung &#8211; wer w\u00e4re es in diesem Falle nicht? Diese Anerkennung zeigt mir dabei eine Sache ganz besonders: meine &#8220;Twitter-Strategie&#8221; ist erstens erkennbar und zweitens inhaltlich positiv. Es mag vielleicht \u00fcberraschend klingen, besonders diesen Punkt an dieser Stelle hier und jetzt so hervorzuheben. Aber bei allem, was man in der Wissenschaft macht, bleibt grunds\u00e4tzlich immer ein (nicht gerade geringes) Risiko, welches (zumindest f\u00fcr mich) im Wissenschaftsalltag schwer wiegt: erkennen die Menschen den Sinn, den Wert bzw. die Brauchbarkeit der geleisteten Arbeit? Das ist in einem hochinnovativen Forschungsfeld wie dem, in dem ich t\u00e4tig bin, meines Erachtens ein wirklich extrem relevanter und zugleich stark unterbelichteter Punkt, \u00fcber den ich sicherlich noch vieles sagen k\u00f6nnte, aber das geschieht dann sicherlich zu einem anderen Zeitpunkt mal (und dann auch sehr gern ;-). So oder so gilt: Meine Twitterei war somit nicht umsonst, sondern wurde von den Autoren des Artikels mit entsprechend positiven Aussagen bewertet:<\/p>\n<p>&#8220;Hier l\u00e4sst sich [\u2026] exemplarisch beobachten, wie sich Wissenschaftler in <em>public intellectuals<\/em> verwandeln.&#8221;<\/p>\n<p>Mehr kann ich nicht erwarten. Die Arbeit der erw\u00e4hnten Kolleginnen und Kollegen bei Twitter sowie mein Wirken werden als vorbildlich angesehen &#8211; und zwar buchst\u00e4blich:<\/p>\n<p>&#8220;Was spr\u00e4che also dagegen, bei Berufungsverfahren k\u00fcnftig nicht nur darauf zu achten, was und wo jemand publiziert und wie viele Drittmittel er oder sie bereits eingeworben hat, sondern ebenso Aktivit\u00e4ten in den sozialen Medien zu w\u00fcrdigen? Und hat, wer sich bei Twitter als Vermittler hervortut, nicht zudem eine spezifische Art der Lehrerfahrung gesammelt? Gerade schon l\u00e4nger betriebene Accounts k\u00f6nnen zudem von einer intellektuellen Entwicklung zeugen. Tausend Tweets sagen oft mehr als ein gr\u00f6\u00dferer Text, zumal wenn dieser infolge der Publikationsm\u00fchlen erst zeitverz\u00f6gert erscheint. Ein Account verr\u00e4t also, wie jemand auf bestimmte Ereignisse reagiert, an welchen Themen wirklich Herzblut klebt und wie sich eine politische Einstellung oder theoretische Neigung, nicht zuletzt durch den Austausch mit anderen Twitterern, nach und nach ver\u00e4ndert. Twitter ist auch ein Ort f\u00fcr Bildungsreisende. (\u2026) Das Medium zw\u00e4ngt den Diskurs also keineswegs in starre Bahnen. Vielmehr entstehen neue, offene R\u00e4ume und Unwahrscheinlichkeitsgebilde. (\u2026) [Wie] schon Hegel in seiner Enzyklop\u00e4die der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse zwitscherte: &#8220;Wer etwas Gro\u00dfes will, der mu\u00df sich, wie Goethe sagt, zu beschr\u00e4nken wissen.&#8221; Twitter bietet daf\u00fcr fraglos die besten Voraussetzungen.&#8221;<\/p>\n<p>Tausend Dank f\u00fcr dieses phantastische, motivierende, maximal erfreuliche Fazit! Es war ein weiteres Highlight in einem ohnehin schon tollen Monat Mai. Da bleibt mir nur zu sagen: Folgen Sie, liebe Website-Besucherinnen und -Besucher, den im Artikel genannten Mit-Twitterern! Es lohnt sich &#8211; nicht nur meiner Meinung nach ;-)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gab so viele tolle, aufregende und inspirierende Dinge, die mir in den letzten Wochen widerfahren sind (und \u00fcber die ich hier r\u00fcckblickend erschreckend wenig geschrieben habe, obwohl viel allgemein &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6786","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6786","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6786"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6786\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6786"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6786"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6786"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}