{"id":5795,"date":"2015-12-18T10:21:09","date_gmt":"2015-12-18T09:21:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/?p=5795"},"modified":"2015-12-18T18:08:02","modified_gmt":"2015-12-18T17:08:02","slug":"2016-die-zukunft-der-internetsoziologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/2015\/12\/18\/2016-die-zukunft-der-internetsoziologie\/","title":{"rendered":"2016: Die Zukunft der Internetsoziologie"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; ist etwas, was ich, hier und jetzt, weder sicher prognostizieren noch ganz allgemein f\u00fcr mich allein in Anspruch nehmen kann. Ich habe ja von Beginn an &#8211; sprich: den ersten zarten Ideen Ende der 90er bzw. sp\u00e4ter, nachdem mehrere Menschen die Idee f\u00fcr gut befanden und mich entsprechend unterst\u00fctzt haben &#8211; betont, da\u00df ich der &#8220;Idee Internetsoziologie&#8221; sehr gern folge und versuche, sie im Rahmen meiner M\u00f6glichkeiten zu unterst\u00fctzen, aber mir f\u00e4llt dabei immer wieder ein Spruch ein, der in diesem Falle sehr gut pa\u00dft: es ist ja sehr sch\u00f6n, der Erste gewesen zu sein &#8211; es w\u00e4re aber sehr schade, wenn man der Einzige bleibt. <\/p>\n<p>Deshalb w\u00fcrde ich mich nat\u00fcrlich sehr freuen, wenn die Idee &#8211; endlich &#8211; breiteren Raum vor allem in der gesellschaftlichen Debatte einnehmen w\u00fcrde, denn das Thema Digitalisierung und Gesellschaft ist und bleibt ein sehr, sehr schwieriges Thema in Deutschland. Und die derzeitigen Widerst\u00e4nde hinsichtlich der Gestaltung der digitalen Revolution werden &#8211; wenn es so bleibt &#8211; nicht gut ausgehen f\u00fcr dieses Land. (Wer jetzt sagt &#8220;Aber es diskutieren doch Menschen \u00fcber das Internet!&#8221;, dem kann ich nur antworten: Das ist l\u00f6blich, aber meist sicher unzureichend. Auf ganz vielen Ebenen. Aber das Wiesoweshalbwarum soll an dieser Stelle nicht en detail dargestellt werden.) Bisher gibt es jedoch leider nur sehr wenige Kolleginnen und Kollegen, die dieser Idee folgen (k\u00f6nnen), da es nicht nur sehr gro\u00dfes Desinteresse an der Gestaltung digitaler Ph\u00e4nomene gibt, sondern auch immer sehr stark auf eine Institutionalisierung ankommt &#8211; als &#8220;Privatgelehrter&#8221; ist die Arbeit an einer (noch) sehr sp\u00e4rlich vertretenen Idee nat\u00fcrlich um ein Vielfaches schwieriger. <\/p>\n<p>Aber wenn ich weiterhin etwas dazu beitragen kann, dann werde ich das auch gern tun. Deshalb freue ich mich ganz besonders, Ihnen, liebe Websitebesucherinnen und -besucher, liebe Internetsoziologie-Interessierte, jetzt und hier &#8211; und, das muss man auch sagen: endlich &#8211; mitteilen zu k\u00f6nnen, da\u00df meine berufliche Besch\u00e4ftigung mit dem Thema Internet und Gesellschaft noch nicht an ein Ende gekommen ist &#8211; trotz verf\u00fchrerischer Versuchungen gerade aus der Industrie, denn mein Internet-und-Gesellschaft-Arbeitsschwerpunkt Digitale Sicherheit (siehe mein FU-Projekt &#8220;Sociality by Design&#8221;) ist nat\u00fcrlich auch sehr praxisrelevant und erfreulicherweise entsprechend begehrt. Zu Beginn des kommenden Jahres wird es dann Details dazu geben, doch soviel vorab:<\/p>\n<p>&#8211; Die Idee Internetsoziologie wird nahtlos weitergef\u00fchrt (und ist damit dann ab 2016 auch nicht mehr als Arbeitsbereich an der UdK angesiedelt, was ggf. bedeutet, da\u00df auch das Forschungsseminar &#8220;Networked Systems&#8221; ggf. nicht mehr weitergef\u00fchrt wird)<br \/>\n&#8211; Der <em>Arbeitsbereich <\/em>wird fortan ein <em>Forschungs- und Arbeitsbereich<\/em> sein, um die beiden &#8220;Standbeine&#8221; Forschung und Lehre entsprechend zu betonen<br \/>\n&#8211; Die Perspektive f\u00fcr dieses Thema wird dauerhaft sein<br \/>\n&#8211; Ein weiteres Forschungsvorhaben aus dem Bereich der Digitalen Sicherheit wird hinzukommen<br \/>\n&#8211; Es wird deshalb voraussichtlich neue MitarbeiterInnen geben, die mich unterst\u00fctzen werden<br \/>\n&#8211; Ebenso wird die Begleitung eines EU-Projektes hinzukommen<br \/>\n&#8211; <em>Sociality by Design<\/em> wird in 2016 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit endg\u00fcltig abgeschlossen werden k\u00f6nnen<\/p>\n<p>Aus meiner Sicht hat damit, salopp gesagt, das beste Angebot gewonnen. Besonders erfreulich ist dabei, da\u00df dies alles weiterhin in Berlin stattfinden wird. Als Berliner mu\u00df man dann wohl sagen: da gibt es nichts zu meckern! ;-) Was f\u00fcr ein Jahr!<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz bedeutete dies alles in 2015 aber auch: es gab gleicherma\u00dfen ein lachendes und ein weinendes Auge. Denn letztlich endet mit dieser neuen T\u00e4tigkeit zugleich meine T\u00e4tigkeit an der UdK. Die Digitale Klasse war seit 2006 und damit zehn volle Kalenderjahre (in wechselnder Intensit\u00e4t, aber doch durchgehend) meine wissenschaftliche Heimat, und diese nach so vielen Jahren zu verlassen ist nicht nat\u00fcrlich leicht. Auch dann nicht, wenn sich die Situation f\u00fcr meine Arbeit in 2016 definitiv verbessern wird und ich damit ohne jeden Zweifel einen gro\u00dfen Schritt nach vorn mache. Die Zeit an der UdK war schlicht und ergreifend fantastisch &#8211; ohne Menschen wie Joachim Sauter und Jussi \u00c4ngeslev\u00e4, ohne die fantastischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im weiteren Umfeld und ohne die tollen Studierenden w\u00e4re ich sicherlich mit meiner Idee Internetsoziologie im Speziellen und in dieser Auspr\u00e4gung auch mit meiner Arbeit im Allgemeinen nicht so weit gekommen. Die Digitale Klasse bot den Raum, den man braucht, um Neues zu begr\u00fcnden. Ich bin sehr froh, da\u00df ich diese Gelegenheit nutzen durfte und auch sehr dankbar f\u00fcr diese Chance. Als &#8220;Senior Fellow&#8221; bleibe ich der Klasse ja &#8220;ehrenhalber&#8221; verbunden, doch ein Abschied dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung fiel nat\u00fcrlich nicht leicht. Wie gesagt: Was f\u00fcr ein Jahr!<\/p>\n<p>Fairerweise mu\u00df man aber auch sagen: faktisch ist dort wohl alles Machbare erreicht worden. F\u00fcr die Weiterentwicklung der Idee Internetsoziologie, f\u00fcr die Weiterf\u00fchrung der Arbeit im Bereich Internet und Gesellschaft, f\u00fcr die pers\u00f6nliche Weiterentwicklung brauchte es letztlich eine neue Wirkungsst\u00e4tte mit neuen Herausforderungen. Somit kam das angenommene Angebot &#8220;just in time&#8221; und ich gehe sehr zufrieden \u00fcber das erreichte Ergebnis in die Weihnachtsferien. Ich danke Ihnen sehr, sehr herzlich f\u00fcr Ihr gro\u00dfes Interesse, Ihre wunderbare Unterst\u00fctzung und Treue und verbleibe mit den besten W\u00fcnschen f\u00fcr die kommenden Feiertage und das neue Jahr 2016!<\/p>\n<p><em>Sie erreichen mich wieder <strong>ab dem 4. Januar 2016<\/strong> \u00fcber die bekannten Kan\u00e4le.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; ist etwas, was ich, hier und jetzt, weder sicher prognostizieren noch ganz allgemein f\u00fcr mich allein in Anspruch nehmen kann. 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