{"id":4702,"date":"2014-03-18T10:25:54","date_gmt":"2014-03-18T09:25:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/?p=4702"},"modified":"2014-03-17T15:26:37","modified_gmt":"2014-03-17T14:26:37","slug":"gefahrengebiete-analog-wie-digital-eine-schwierige-angelegenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/2014\/03\/18\/gefahrengebiete-analog-wie-digital-eine-schwierige-angelegenheit\/","title":{"rendered":"Gefahrengebiete: analog wie digital eine schwierige Angelegenheit"},"content":{"rendered":"<p>Der gesch\u00e4tzte Kollege Nils Zurawski stellt im u.a. Video seine Sicht in puncto Hamburger Gefahrengebiet dar &#8211; und bringt dabei auch interessante (eventuell nichtintendierte ;-) Aspekte f\u00fcr die Analyse des Digitalen ins Spiel. Wenn er sagt, da\u00df bspw. Messer, Schusswaffen oder Pfefferspray <em>in<\/em> bestimmten Gebieten (in Hamburg) verboten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gefahrengebiete_in_Hamburg_im_Januar_2014\">waren bzw. sind<\/a>, ein paar Meter <em>au\u00dferhalb<\/em> des Gebietes aber nicht, so \u00e4ndert das nichts an der Gef\u00e4hrlichkeit der Gegenst\u00e4nde an sich und letztlich wohl auch kaum etwas am (mi\u00dfbr\u00e4uchlichen) Einsatz dieser Gegenst\u00e4nde. Entscheidend ist nicht das Gebiet, sondern was darin passiert. Das Gebiet g\u00e4be es somit nicht ohne die Taten, nicht umgekehrt. Die allgemeine Wahrnehmung kann aber leicht von den Gr\u00fcnden (den Taten innerhalb des Gebietes) ablenken und sich auf das Gebiet selbst konzentrieren. Demzufolge kann der \u00f6ffentliche Eindruck entstehen: &#8220;Da ist alles (immer) schlimm!&#8221; &#8211; was so pauschal nat\u00fcrlich falsch ist. Das Gefahrengebiet ist damit vielleicht eine viel zu grobe Skizzierung und lenkt aufgrund seiner Darstellung von der <em>Gefahr <\/em>zu stark auf das <em>Gebiet<\/em>. (Etwas, was wir auch aus &#8220;Killerspiel&#8221;- und &#8220;Tatort Internet&#8221;-Diskussionen in den Medien nur allzu gut kennen.) Das hat dann negative Folgen f\u00fcr den betroffenen Raum und die Menschen, die sich in ihm aufhalten, und zwar ganz ohne irgendeine Tat. (Was ebenfalls f\u00fcrs Digitale gilt.) Die Berliner Polizei lehnt eine <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/berlin-aktuell\/article123804221\/Das-sind-Berlins-geheime-Gefahrengebiete.html\">Nennung von &#8220;Gefahrengebieten&#8221;<\/a> \u00fcbrigens ab.<\/p>\n<p>Ganz nebenbei wirft Nils Zurawski auch die berechtigte Frage auf, wie die Polizei eigentlich darauf kommt, da\u00df durch im Gefahrengebiet aufgefundene Waffen Straftaten verhindert worden seien. Von einer mitgef\u00fchrten Waffe <em>automatisch <\/em>auf eine nahende Straftat zu schlie\u00dfen, ist in der Tat nichts anderes als Kaffeesatzleserei &#8211; ganz besonders dann, wenn der entscheidende Aspekt der Ort des Auffindens ist (hier: innerhalb des Gefahrengebiets). Es d\u00fcrfte keine einzige Statistik geben, die hier stichhaltige Zusammenh\u00e4nge liefern kann, weshalb Nils Zurawski letztlich sehr deutlich mit solchen Ma\u00dfnahmen ins Gericht geht: &#8220;Das Gebiet begr\u00fcndet sich mit sich selbst. Besser gehts nicht.&#8221;<\/p>\n<p><object width=\"400\" height=\"225\"><param name=\"movie\" value=\"\/\/www.youtube-nocookie.com\/v\/VlKgo7xrmg4?version=3&amp;hl=de_DE\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><embed src=\"\/\/www.youtube-nocookie.com\/v\/VlKgo7xrmg4?version=3&amp;hl=de_DE\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"400\" height=\"225\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\"><\/embed><\/object><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der gesch\u00e4tzte Kollege Nils Zurawski stellt im u.a. 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