{"id":3938,"date":"2013-04-23T09:11:35","date_gmt":"2013-04-23T07:11:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/?p=3938"},"modified":"2013-04-22T17:51:59","modified_gmt":"2013-04-22T15:51:59","slug":"wandel-durch-digitalisierung-burger-schicken-fahndungsfotos-zur-polizei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/2013\/04\/23\/wandel-durch-digitalisierung-burger-schicken-fahndungsfotos-zur-polizei\/","title":{"rendered":"Wandel durch Digitalisierung: B\u00fcrger schicken Fahndungsfotos zur Polizei"},"content":{"rendered":"<p>Das ist eine nicht ganz unbedeutende Erkenntnis der Anschl\u00e4ge von Boston:<\/p>\n<p>&#8220;Viele Bilder von den Attent\u00e4tern stammten aus \u00dcberwachungskameras, die in Gesch\u00e4ften rund um die Ziellinie installiert waren; <strong>ein Aufruf des FBI, mit Smartphones geknipste Bilder vom Zielraum zu schicken, brachte ebenfalls neue Fotos.<\/strong>&#8221;<\/p>\n<p><em>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/debatte-ueber-videoueberwachung-ritual-mit-nebenwirkungen-1.1655554-2\">sueddeutsche.de<\/a>, mit eigenen Hervorhebungen)<\/em><\/p>\n<p>Davon wird es in Zukunft qualitativ wie quantitativ mehr geben, ohne jeden Zweifel. Denn zu den Personen<em>beschreibungen<\/em> kommen nun Personen<em>fotos<\/em> von Zeugen. So schickt die Polizei nicht mehr nur Fahndungsfotos hinaus in die Welt, sondern bittet auch selbst darum. Die Gefahr von Verleumdungen und Falschverd\u00e4chtigungen d\u00fcrfte dadurch zun\u00e4chst deutlich steigen, denn Fotos wirken deutlich eindr\u00fccklicher und &#8220;besser&#8221; als Zeugenbeschreibungen. <\/p>\n<p>&#8220;Das Internet bietet viele Plattformen f\u00fcr Hinweise aller Art. Doch sie haben auch das Potenzial, den Raum zum Ort einer digitalen Hexenjagd werden zu lassen. Diesem Vorwurf sah sich jedenfalls der anonyme Moderator eines Forums auf Reddit.com ausgesetzt. Auf der Internetseite waren hunderte User seinem Aufruf gefolgt, Bilder von Leuten zu posten, die schwarze Taschen auf dem Marathon trugen. Schwarmintelligenz sei effizienter, schrieb er auf der Internetseite.&#8221;<\/p>\n<p><em>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/grossfahndung-in-boston-festnahme-mit-panne-1.1654541-2\">sueddeutsche.de<\/a>)<\/em><\/p>\n<p>Und:<\/p>\n<p>&#8220;Die Beh\u00f6rden hatten die B\u00fcrger dazu aufgerufen, ihnen Bilder und Videos zukommen zu lassen, die Hinweise zu dem Anschlag h\u00e4tten liefern k\u00f6nnen. Die Flut an Zusendungen war erdr\u00fcckend. Edvard Davis von der Polizei in Boston bezeichnete gegen\u00fcber der Washington Post die Sichtung und Auswertung des Materials als &#8220;fast schon ein Problem&#8221;, so gro\u00df sei die Menge an Material gewesen. US-Reporter berichten von einem FBI-Agenten, der eine einzige Aufnahme 400 Mal analysiert haben soll.&#8221;<\/p>\n<p><em>(ebd.)<\/em><\/p>\n<p>Auch hier geht es also um eine neue Herausforderung, die die Digitalisierung uns beschert und f\u00fcr die konkrete Handlungsmodi gefunden werden m\u00fcssen. Schlie\u00dflich sind wieder einmal Menschen unmittelbar betroffen &#8211; mit gravierenden Folgen, wenn hier ein Fehler gemacht wird:<\/p>\n<p>&#8220;Denn \u00fcber soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter waren zuvor zahllose Theorien \u00fcber die T\u00e4ter und ihre Hintergr\u00fcnde gestreut worden. Diese w\u00fcrden die Ermittlungen eher schwieriger gestalten als erleichtern, so die Ermittler.&#8221;<\/p>\n<p><em>(ebd.)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist eine nicht ganz unbedeutende Erkenntnis der Anschl\u00e4ge von Boston: &#8220;Viele Bilder von den Attent\u00e4tern stammten aus \u00dcberwachungskameras, die in Gesch\u00e4ften rund um die Ziellinie installiert waren; ein Aufruf &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,8],"tags":[],"class_list":["post-3938","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-udk"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3938"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3938\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}