{"id":1747,"date":"2011-05-11T00:24:19","date_gmt":"2011-05-10T22:24:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/?p=1747"},"modified":"2011-05-11T00:24:37","modified_gmt":"2011-05-10T22:24:37","slug":"cfp-praxis-theorie-und-geschichte-des-partizipatorischen-gestaltens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/2011\/05\/11\/cfp-praxis-theorie-und-geschichte-des-partizipatorischen-gestaltens\/","title":{"rendered":"CfP: Praxis, Theorie und Geschichte des partizipatorischen Gestaltens"},"content":{"rendered":"<p>Dies trudelte in meinen Posteingang:<\/p>\n<p>&#8212; cut &#8212;<\/p>\n<p>8. Jahrestagung Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Designtheorie und -forschung eV (DGTF)<br \/>\nTagungsort: Hochschule f\u00fcr Gestaltung Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd<br \/>\n21\u201322. Oktober 2011<\/p>\n<p>Partizipation avancierte sp\u00e4testens um 1970 zu einem einflussreichen Konzept bei Design- und Planungsfragen. Das Interesse an einer gleichberechtigten Teilhabe im Design begr\u00fcndete sich auf einem komplexen Gemenge aus System- und Planungstheorien, Zukunftsforschung, disziplin\u00ac\u00fcbergreifenden Methodendiskursen, B\u00fcrgerrechts- und Studentenbewegungen, und einem insgesamt ver\u00e4nderten \u00f6kologischen und sozialen Bewusstsein. Dem gegen\u00fcber standen eine zunehmend als menschenfeindlich empfundene Dingwelt, technologie-orientierte Produktentwicklung, Automation und Computerisierung. Es erwuchs der Wunsch, bei der Planung und Gestaltung der zuk\u00fcnftigen (Um-)Welt mitzuentscheiden.<\/p>\n<p>In der Folge entwickelte sich eine Reihe produktiver Entwurfs- und Gestaltungspraktiken sowie Theorien, in denen die Beteiligung aller Akteure im Zentrum stand. Die Rolle der Designerin und des Designers wurde dabei auf eine produktive Weise in Frage gestellt. W\u00e4hrend Ans\u00e4tze wie das User-Centered-Design sich noch damit zufrieden gaben, konkrete Bed\u00fcrfnisse von Nutzern\/-innen in das Zentrum von Gestaltungsprozessen zu stellen, die jedoch von Gestaltern\/-innen und anderen Experten\/-innen durchgef\u00fchrt wurden, forderte die partizipatorische Gestaltung die Mitwirkung und Mitentscheidung der Nutzer\/-innen und anderer \u203aStakeholder\u2039 ein. Die Disziplin hat daraufhin in Theorie und Praxis Methoden entwickelt, die eine solche Partizipation im Designprozess erm\u00f6glichen sollen.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig erh\u00e4lt diese Bestrebung neue M\u00f6glichkeiten, etwa durch die globale Vernetzung, durch Crowd-Sourcing, die Open-Source- und Open-Innovation-Bewegung, oder durch individualisierbare Serienfertigung und Rapid Manufacturing. Zugleich sieht sich der Ansatz eines partizipatorischen Designs jedoch mit dem Vorwurf konfrontiert, auf einem idealisierenden, bisweilen unreflektierten Verst\u00e4ndnis von Demokratie und sozialer Beteiligung zu gr\u00fcnden. Marginalisiert wird beispielsweise, dass vermeintlich kollektiv getroffene Entscheidungen Resultate ungleicher Machtverh\u00e4ltnisse sein k\u00f6nnen. Ebenfalls wenig beleuchtet ist etwa die in der gestalterischen Praxis gewichtige Rolle der Auftraggeber, deren Zielsetzungen von den Interessen der Nutzer\/-innen zuweilen stark differieren. Auch nimmt die Profession der Gestalter f\u00fcr sich in Anspruch, zuk\u00fcnftige Bed\u00fcrfnisse zutreffender als andere antizipieren und durch Entw\u00fcrfe befriedigen zu k\u00f6nnen. Entsprechend ist der Wunsch nach einer gleichberechtigten Gestaltung nicht nur mit gro\u00dfen Hoffnungen, sondern auch mit einer Reihe von ambivalenten Fragen behaftet: Durch welche Mechanismen werden Nutzer\/-innen von Designprodukten zu \u203aStakeholdern\u2039? Wie werden implizite Machtgef\u00e4lle im partizipatorischen Design adressiert? Wer darf an der Gestaltung von Welt und Umwelt teilnehmen? Oder frei nach Lucius Burckhardt: Wer gestaltet die Gestaltung?<\/p>\n<p>Die 8. DGTF-Jahrestagung m\u00f6chte Beitr\u00e4ge zur Praxis, Theorie und Geschichte des partizipatorischen Gestaltens zusammenf\u00fchren, vorstellen und mit Bezug auf die gegenw\u00e4rtige Designforschung diskutieren. In diesem Kontext sind insbesondere auch Projekte aus einer forschenden Designpraxis willkommen.<\/p>\n<p>Wir suchen qualitativ hochstehende, innovative Beitr\u00e4ge zu den folgenden (und noch weiteren) Aspekten:<\/p>\n<p>    * zur aktuellen Theoriebildung im Bereich des partizipatorischen Designs<br \/>\n    * zu konkreten Praktiken, Methoden, Strategien, die im partizipatorischen Design zur Anwendung kommen<br \/>\n    * zum Stellenwert von Partizipation in der praxisbasierten Designforschung<br \/>\n    * zum Verh\u00e4ltnis von partizipatorischem Design und User-Centred-Design<br \/>\n    * zur historischen Entwicklung und intellektuellen, sozialen und technischen Einfl\u00fcssen, die Konzept und Praktiken des partizipatorischen Designs pr\u00e4gten.<\/p>\n<p>Abstracts (4000-6000 Zeichen inkl. Leerzeichen zzgl. Literaturangaben) zum Thema k\u00f6nnen bis zum 09. Mai 2011 auf unserer Tagungswebsite eingeben werden: www.dgtf.de\/conftool. <\/p>\n<p>Eine Publikation der ausgew\u00e4hlten Beitr\u00e4ge in Buchform in der Theorie-Reihe der DGTF ( www.transcript-verlag.de) ist f\u00fcr 2012 geplant.<\/p>\n<p>Themenbezogene Forschungsvorhaben, Promotionsprojekte und erste Forschungsergebnisse k\u00f6nnen als Poster (Format DIN A0) in Kurzform vorgestellt werden. F\u00fcr eine Poster-Pr\u00e4sentation reichen Sie bitte ein Abstract (2000-3000 Zeichen inkl. Leerzeichen zzgl. Literaturangaben) bis 23. Mai ein.<\/p>\n<p>Termine:<br \/>\n06. April 2011: Eingabe der Abstracts auf der Tagungswebsite er\u00f6ffnet (www.dgtf.de\/conftool)<br \/>\n***23. Mai 2011: Eingabe der Abstracts geschlossen*** (Deadline verl\u00e4ngert)<br \/>\n04. Juli 2011: Bekanntgabe der angenommenen Abstracts<br \/>\n05. September 2011: Registrierung f\u00fcr die Tagung er\u00f6ffnet (www.dgtf.de\/conftool)<br \/>\n(bis 26. September 2011: Fr\u00fchbucherrabatt)<br \/>\n21.\/22. Oktober 2011: Tagung und Mitgliederversammlung <\/p>\n<p>Z\u00f6gern Sie nicht, sich bei Fragen an uns zu wenden.<\/p>\n<p>Kontakt: Bianca Herlo<br \/>\nDeutsche Gesellschaft f\u00fcr Designtheorie und -forschung (DGTF) <\/p>\n<p>Postanschrift: Universit\u00e4t der K\u00fcnste Berlin<br \/>\nDesignforschung, Fakult\u00e4t Gestaltung<br \/>\nEinsteinufer 43, D-10587 Berlin<\/p>\n<p>Tel: +49 30 8353 58353<br \/>\nMobil: +49 170 857 30 78<br \/>\nE-Mail: mail@dgtf.de<\/p>\n<p>&#8212; cut &#8212;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dies trudelte in meinen Posteingang: &#8212; cut &#8212; 8. Jahrestagung Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Designtheorie und -forschung eV (DGTF) Tagungsort: Hochschule f\u00fcr Gestaltung Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd 21\u201322. 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