{"id":103,"date":"2008-07-24T22:10:55","date_gmt":"2008-07-24T20:10:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/?p=103"},"modified":"2008-07-24T22:15:36","modified_gmt":"2008-07-24T20:15:36","slug":"so-sind-sie-die-blogger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/2008\/07\/24\/so-sind-sie-die-blogger\/","title":{"rendered":"So sind sie, die Blogger&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><em>Polemisch bis rechthaberisch. Ein bisschen in Nebens\u00e4chlichkeiten abgleitend. Pers\u00f6nliche Attacken werden immer gern genommen.<\/em><br \/>\n<!--more--><br \/>\nSch\u00f6ner kann man es wohl kaum ausdr\u00fccken. So sehen es zumindest die <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,567038,00.html\">drei SPIEGEL-ONLINE-Autoren<\/a>, aus deren Artikel hier zitiert wird. Und sie haben, so finde ich, auch v\u00f6llig Recht. Die obige Aussage teile ich ebenso mit ihnen wie diese hier:<\/p>\n<p><em>In Deutschland sind die vielen H\u00e4nde der Amateure ziemlich leer. Blogs bleiben ein Nischenprodukt. Mal lustig, mal interessant. Sehr oft mit nichts als sich selbst besch\u00e4ftigt. Aber insgesamt ohne gro\u00dfe Bedeutung. Man spricht nicht dar\u00fcber.<\/em><\/p>\n<p>Bereits in &#8220;<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/dp\/3981141733?tag=internetsozio-21&#038;camp=1410&#038;creative=6378&#038;linkCode=as1&#038;creativeASIN=3981141733&#038;adid=0BG1PNJTP1QTHNG0H2ZN&#038;\">Digitale Identit\u00e4ten<\/a>&#8221; \u00e4u\u00dferte ich mich ein wenig zum (sozialen) Zustand der Blogosph\u00e4re in Deutschland, und der Artikel auf SPON n\u00e4hrt das subjektive Empfinden, da\u00df sich seitdem nicht viel Positives getan hat.<\/p>\n<p><em>Als sich der US-Journalist Sean Sinico w\u00e4hrend des Bundestagswahlkampfes 2005 in der deutschen Blogosph\u00e4re umtat, war sein Urteil vernichtend. Was er sah, waren f\u00fcr ihn &#8220;baby steps&#8221;. An dem Befund hat sich nicht viel ge\u00e4ndert &#8211; glaubt man in der Szene selbst.<\/em><\/p>\n<p>Leider sind Blogger nicht immer so einsichtig wie hier angenommen wird. In vielen F\u00e4llen greifen Polit-Irrsinn, Verfolgungswahn und Verschw\u00f6rungstheorien erschreckend leicht ineinander, vermisst man Seriosit\u00e4t, Objektivit\u00e4t und Professionalit\u00e4t. Oder anders ausgedr\u00fcckt:<\/p>\n<p><em>In Deutschland (&#8230;) d\u00fcmpeln die Blogs auf Splitterparteien-Niveau.<\/em><\/p>\n<p>Diese Metapher ist gut gew\u00e4hlt. Nicht selten sind schr\u00e4ge Blogger und Polit-Extreme identisch. Sie verbinden politischen Unsinn, der leider h\u00e4ufig weit \u00fcber die Schmerzgrenze hinausgeht mit den M\u00f6glichkeiten der digitalen Kommunikation und &#8220;begl\u00fccken&#8221; damit die Welt. Dabei ist es nebens\u00e4chlich, ob sie links- oder rechtsextrem sind. Gl\u00fccklicherweise bleibt der erhoffe Erfolg meist aus. Und das ist auch gut so, denn:<\/p>\n<p><em>David hat keinen Stein in der Schleuder. Also schmei\u00dft er mit Dreck.<\/em><\/p>\n<p>Ich bin ein Bef\u00fcrworter der digitalen Revolution. Doch was w\u00e4re es f\u00fcr ein Armutszeugnis f\u00fcr unsere digitale Gesellschaft, wenn wir es zulassen w\u00fcrden, da\u00df die, die sich von den anerkannten Regeln und Grundwerten einer demokratischen Gesellschaft entfernt haben, aufgrund digitaler M\u00f6glichkeiten an Bedeutung hinzugewinnen k\u00f6nnen? Die Digitalisierung macht Unsinn nicht sinnvoller, auch wenn er nun noch h\u00e4ufiger wiederholt und noch weiter verbreitet werden kann. Bleiben wir bei den Werten, die die Menschen im digitalen Zeitalter voranbringen k\u00f6nnen. Auch wenn es anstrengend ist: es sollte stets versucht werden, die Spreu vom Weizen zu trennen &#8211; unabh\u00e4ngig davon, ob die gebotenen Inhalte &#8220;nur&#8221; dumm oder sogar extremistisch sind. Verzichtbar sind sie letztlich allemal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Polemisch bis rechthaberisch. Ein bisschen in Nebens\u00e4chlichkeiten abgleitend. Pers\u00f6nliche Attacken werden immer gern genommen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[84,85,86,83,21,22,82,87,14],"class_list":["post-103","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-blogger","tag-blogging","tag-blogosphare","tag-digital","tag-digitale-identitat","tag-internetsoziologie","tag-medienkompetenz","tag-sean-sinico","tag-stephan-humer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=103"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.internetsoziologie.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}