R

Aus Internetsoziologie
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Vorwort

In meinen Methodenveranstaltungen lege ich großen Wert auf die Einbindung von Forschung (Stichwort "forschende Lehre"), inhaltlichen Kontext und Visualisierung. Denn viele Zusammenhänge kann man vielleicht gut ausrechnen lassen (das ist für mich eher der uninteressante Teil, da es fast nur Handwerk ist und weder SoziologInnen noch InformatikerInnen mathematische Grundlagen entwickeln müssen - dafür gibt es ja MathematikerInnen :-) ... und rechnen wird ohnehin ausschließlich der Computer), aber man braucht eine sehr gute Visualisierungsstrategie, um viele Datensituationen überhaupt greifbar (besser auf Englisch: graspable) machen zu können. Und daran hapert es oftmals. Oder anders gesagt: SPSS haben alle im Studium mal irgendwie, irgendwann bedient und begriffen - und auch erfolgreich Aufgaben damit gelöst -, aber wenn plötzlich Big Data ein Thema ist und die Visualisierung herausfordernd wird - dann braucht man wohl R :-)

Disclaimer

Natürlich ist diese Seite weder die beste noch eine ganz allgemein inhaltlich herausragende Informationsquelle in Sachen R. Sie ist aber, und das ist mir wichtig zu betonen, eine auf die internetsoziologischen Besonderheiten fokussierte Seite. Das heißt: alles, was ich im Kontext meiner Disziplin für entsprechend wichtig halte, kann man hier finden. Wenn Sie allgemeine Infos zu R suchen, werden Sie in den jeweiligen Unterstützerforen, auf der R-Projektseite (siehe Downloadlink unten) und in anderen Quellen sicher mehr für sich und die eigenen Projekte finden. Diese Seite ist explizit für TeilnehmerInnen meiner Kurse und andere internetsoziologisch interessierte Personen gedacht.

Notwendige Voraussetzungen für die Teilnahme an einer meiner R-Schulungen

Die "R aus internetsoziologischer Perspektive"-Veranstaltungen, die ich gebe, setzen fach-, semester- und studiengangsübergreifend einige Dinge voraus:

1. Sie kennen sich mit Statistik zumindest auf Bachelor-Niveau aus. Das heißt, Sie wissen beispielsweise, was eine Regressionsrechnung ist und wie ein Boxplot aussieht. (Wenn Sie mal etwas nicht wissen, sollten Sie zumindest wissen, wo Sie schnell eine kompetente Antwort finden - Orientierungswissen schlägt dann Vorratswissen.) Meine R-Veranstaltung ist kein Statistikkurs, kein Mathekurs, kein über R hinausgehender Methodenkurs.

2. Sie können die ausgegebenen Zahlenwerte selbständig und vor allem auch für Ihr jeweiliges Vorhaben kontextualisieren. Das ist mir ebenso wichtig wie die o.a. Vorkenntnisse. Ich muß und werde also nicht mehr erklären, was Ihnen beispielsweise der Median für einen Erkenntniswert bietet. Das können Sie selbst entscheiden.

3. R aus internetsoziologischer Perspektive bedeutet: wir lernen R kennen. Wir lernen also ein Softwarepaket und seine Fähigkeiten und Grenzen kennen. Das hat aufgrund der Fülle der Möglichkeiten viel mit Basics, aber auch viel mit Exploration und - das ist wichtig! - besonders viel mit Software zu tun. Ihre Beispieldaten und deren erfolgreiche Analyse sind stets Ihr individuelles Projekt. Schön, wenn da für Sie interessante Ergebnisse herauskommen - aber der Kurs sollte stets seinen Fokus auf die Software legen und nicht auf Einzelergebnisse.

4. Ihre Vorkenntnisse in Sachen R sind gleich oder nahe Null. Wenn Sie bereits R-Expertin oder -Experte sind, so werden Sie im Falle einer Teilnahme an einer meiner R-Schulungen direkt und mit großer Freude von mir nach vorne gebeten, nachdem ich die Basics erklärt habe. Dann haben Sie die Gelegenheit, Ihr Wissen mit den anderen TeilnehmerInnen zu teilen und unser gemeinsames bastelndes Denken zu bereichern, was mich natürlich stets sehr freut! Wenn Sie sich als R-Expertin oder -Experte nicht aktiv einbringen wollen, sollten Sie eine R-ExpertInnen-Schulung besuchen oder online mit Gleichgesinnten diskutieren.

5. Sie haben großes Interesse an der Diskussion von Szenarien, die mithilfe von R bearbeitet werden sollen, sowie der Diskussion über diese Fälle. Wie gesagt: Kontextualisierung steht bei mir hoch im Kurs. Ebenso wollen und werden Sie sich intensiv über eine gelungene Visualisierung unterhalten und deshalb den Workshop aktiv bereichern. Auch wenn R über die Kommandozeile bedient wird: wir widmen uns sehr stark dem Thema Visualisierung in diesen Schulungen.

Interesse an R?

Einsteigervideo über R: https://www.youtube.com/watch?v=ldVL0kJYigs

Bedingung für ein erfolgreiches Arbeiten mit R: Sie mögen die Arbeit via Kommandozeile.

Wie kommt man an R ran?

Einsteigervideo über Download und Nutzung von R: https://www.youtube.com/watch?v=WKE5uio0Chc

Grundlagen

Die Basics: https://www.youtube.com/watch?v=v6fhItmajto

Vor allem deshalb wichtig, weil die verschiedenen Datentypen vorgestellt werden - und da gibt es so einige. Allein dadurch wird deutlich: R ist sehr mächtig. Aber auch der grundsätzliche Befehlsaufbau wird erklärt. Ebenfalls sehr wichtig! Und, last but not least: Otto :-)

Schnellere Grundlagen

Für Eilige diesmal mit fliegenden Fischen :-) https://www.youtube.com/watch?v=OADUACud99k

Link zum Musterdatensatz: http://www.uni-due.de/~hy0270/ (dort: fish.csv; diese Datei - unter Windows, womit ich hauptsächlich arbeite - in den usereigenen Dokumentenordner kopieren)

Die R-Dokumentation

Hilfe: https://www.youtube.com/watch?v=RFnSDhYR3TE

R erweitern

Wie man R ergänzt: https://www.youtube.com/watch?v=9uSLtNLrcoE

Beachten Sie bei diesem Video bitte das Alter bzw. den Zeitpunkt der Videoveröffentlichung: es haben sich schon einige Links geändert, so daß man vielleicht auf der aktuellen R-Projektwebsite nicht mehr direkt zum gewünschten Ziel kommt.

Die im Video erwähnte Visualisierungslösung finden Sie beispielsweise hier: http://www.cbs.dtu.dk/~eklund/beeswarm/