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„Wir waren zu arrogant“, sagt Nadolski auf der Rückfahrt. „Lange schon!“ Die Fahrer hätten es schon seit Jahren verpasst, sich an den Wandel im Markt anzupassen, Kontakte zu knüpfen, ihre Bedürfnisse hörbar zu machen.”

In meinen Seminaren (1) ist die Taxibranche schon lange ein Thema und die Studierenden schüttelten ob der Zustände (2) meist nur noch den Kopf: Wie kann man so ein altbackenes Geschäftsmodell mit so einem verstaubten Service so verbissen verteidigen? Wie kann man sich so stark gegen die kleinste Veränderung wehren? Wieso will man den technologischen und gesellschaftlichen Wandel nicht begrüßen, um wenigstens eine Chance zu haben, ihn auch mitzugestalten? Nun, die obige Antwort des Chefs der Berliner Taxiinnung Leszek Nadolski faßt es perfekt zusammen und bestätigt wieder einmal (gefühlt eben Beispiel 785665), daß Digitalisierung aktiv verhindert und nicht nur verschlafen wurde und (in vielen Bereichen immer noch) wird. Erst, wenn es zu sehr wehtut, dann kommt man in die Gänge. Die altbekannte Nummer in diesem Land …

(1) Im Masterstudiengang “Digital Management”
(2) Vor Corona


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