Mrz

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Die Wahlen am vergangenen Sonntag waren zumindest aus methodischer Sicht ein Erfolg: die Diskursanalyse, die ich in den vergangenen Monaten durchgeführt habe, hat die starke Tendenz großer Teile der Bevölkerung in Richtung AfD vorhergesagt und die Ergebnisse der drei Landtagswahlen haben dies bestätigt. Das von mir entwickelte Modell war somit nicht nur funktionsfähig, sondern auch erstaunlich präzise.

Das heißt nun unterm Strich: Stimmungen können heutzutage in der Bevölkerung wohl auch gut “rein digital” festgestellt werden. Man braucht dazu offenbar nicht mehr unbedingt ein analoges Modell wie die Befragung auf der Straße oder vor einem Wahllokal.

Freilich befindet sich diese Art der Diskursanalyse noch ganz am Anfang, doch punktuell sind bereits Kolleginnen und Kollegen mit eigenen Ansätzen unterwegs, die in dieselbe Richtung gehen. Mein übergeordnetes Ziel ist es, das Modell im Laufe der kommenden Monate so zu verfeinern, daß quasi jedermann eine eigene und zumindest einigermaßen präzise Medienanalyse durchführen kann – ohne großen technischen, organisatorischen oder personellen Aufwand. Eines der dazu gehörenden Teilziele ist die Ein-Personen-Analyse, angelehnt an die “Morgenlage” bspw. eines Pressesprechers einer Bundestagsfraktion oder eines größeren Unternehmens. Mehr dazu in Kürze an dieser Stelle ;-)


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