Mai

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Grundsätzlich schätze ich die Beiträge von Bundesrichter Thomas Fischer in der ZEIT sehr, doch diesmal gibt es allen Grund, einen Artikel ganz besonders zu loben, denn Fischer spricht einen extrem bedeutenden Aspekt auch meiner Forschung an:

„[Bedauerlicherweise] können viele Millionen Bürger zwar mit den Statistiken und den sich daraus ableitenden Schlussfolgerungen über die dritte, zweite und erste Fußball-Bundesliga souverän umgehen, fallen aber auf jede hanebüchene Behauptung über die Kriminalitätsstatistik herein wie Schulkinder. Das kann man verbessern.“

(Quelle: ZEIT ONLINE)

Dasselbe gilt nämlich für Digitalisierung. Daß sich jedermann zu Hause mit viel Eigeninitiative der digitalen Revolution widmet, ist meines Erachtens nicht nur längst überfällig (weil besonders hilfreich in einer immer komplexeren Welt, die digital geprägt ist), sondern ebenfalls deutlich wichtiger als das Auswendiglernen von völlig nebensächlichen bis unwichtigen Fussball-Bundesliga-Aspekten. Es ist letztlich eine Frage der persönlichen Prioritätensetzung und damit der Einsicht der Bevölkerung. Diese Einsicht ist in Deutschland immer noch drastisch unterentwickelt, nicht nur in Sachen Digitalisierung oder Kriminalität. Doch nicht nur ich, sondern selbstverständlich auch viele andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten daran, dies zu ändern. Und – dankenswerterweise – der Bundesrichter Thomas Fischer.


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