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Einschüchterungsversuche gegen Andersdenkende sind ein klassisches Merkmal von politisch Fehlgeleiteten – und beileibe kein reines Internet-Phänomen. Nur dürfen diese Versuche so oder so – online wie offline – keinen Erfolg haben, da letztlich ein demokratischer Diskurs nicht mithilfe von Gewalt(drohungen) stattfinden kann. Die Polit-Irren, die in den letzten Tagen Journalist Gunnar Schupelius, CDU-Mann Kurt Wansner und SPD-Landeschef Jan Stöß bedroht haben, haben sich spätestens durch ihre Drohungen selbst ins Abseits gestellt und sind nun kein Fall mehr für eine politische Diskussion, sondern für die Polizei. Man muß im Übrigen mit den drei betroffenen Herren keineswegs einer Meinung sein, um sie zu verteidigen. Denn hier findet eine Grenzüberschreitung statt, die völlig unabhängig von politischen Standpunkten nicht unwidersprochen bleiben darf. Von Gewalt bedrohte Demokraten sollten deshalb die volle Unterstützung anderer Demokratinnen und Demokraten haben – und das sage ich explizit auch als Vorsitzender eines Vereins, der sich der Erforschung von Terrorismus und Extremismus verschrieben hat. Schließlich nennt sich unsere Demokratie wehrhaft, und das sollte sie meines Erachtens auch sein. Ebenso wie die Demokratinnen und Demokraten, die sie mit Leben füllen. Ohne Wenn und Aber.


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