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Topthema Gesichtserkennung: Google ist vorbereitet

Ein Beitrag vom 19. August 2011

Ein Topthema der nächsten Jahre wird, da bin ich mir ziemlich sicher, die (mobile) Gesichtserkennung mit all ihren Facetten und Entwicklungen sein. (Abgesehen davon wird es in Zukunft natürlich nicht mehr ausschließlich um Gesichter gehen, sondern auch um andere Merkmale wie Körperform, Gang, Mimik, Gestik, etc.)

Zuerst aber eine These, warum Google bei G+ soviel Wert auf Realnamen legt:

„To provide identity in a commerce-ready way. And to give them information about what you do on the Internet, without obfuscation of pseudonyms.“

(Wired.com)

Man hat also all die Daten, die bei der „normalen“ Google-Nutzung anfallen plus – bei entsprechender Nutzung – ein Profil mit einem Realnamen. Fehlt noch …? Richtig, die Gesichtserkennung:

„The point (…) is to show that a framework of digital surveillance that can go from a person’s image to personal data exists today and will only get better as technologies improve, making privacy more scarce and making surveillance readily available to the masses. „This, I believe and fear, is the future we are walking into,“ he says.

(Networkedworld.com, mit eigenen Hervorhebungen)

Und so hat sich Google in das Thema eingeklinkt:

„Google just bought a high-tech face recognition unit called Pitt Patt. Built into Google products, it could change everything about the web.“

(Fastcompany.com)

Und natürlich möchte auch der zweite „klassische“ (= im Internet tonangebende) Bereiche Politik (neben der o.a. Wirtschaft) hier nicht außen vor sein:

„Dozens of police departments nationwide are gearing up to use a tech company’s already controversial iris- and facial-scanning device that slides over an iPhone and helps identify a person or track criminal suspects.“

(Reuters.com)

Ich bleibe deshalb dabei: eines der Top-Themen der nächsten Jahre wird die Gesichtserkennung sein, mit all ihren (vernetzten) Möglichkeiten, Vor- und Nachteilen, und zwar auf der staatlichen/politischen wie auch auf der kommerziellen Ebene. Da ist es in beiden Fällen natürlich sehr hilfreich, wenn man zu einem Gesicht auch einen Namen präsentieren kann.

Bleibt noch die Frage, wie es dem dritten Hauptakteur im digitalen Raum, dem User, mit diesen Innovationen ergehen wird. Oder anders gesagt: Wie sich Datenschutz und Userkontrolle hier entwickeln werden, ist die spannende Frage …

„But what if Google’s taking some of the lesson’s it’s learned about user privacy since the Buzz and Wave fiascos–and subsequent success of Plus–and is now ready to take a limited leap into more ubiquitous automatic face recognition with privacy lessons intact?“

(Fastcompany.com)

Wir sind gespannt.

So kann sowas übrigens aussehen: hier das o.a. Beispiel Pitt Patt:


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