Jun

26

Neues BMBF-Projekt gestartet: Dschihadismus im Internet

Juni 26, 2017 | Kommentare deaktiviert für Neues BMBF-Projekt gestartet: Dschihadismus im Internet

Am 1.6. startete das neue Forschungsprojekt Dschihadismus im Internet, beheimatet an der Uni Mainz, und mein Forschungs- und Arbeitsbereich Internetsoziologie ist assoziierter Partner des Projekts. Dies soll in den kommenden fünf Jahren geschehen:

„Das Projekt DiI erforscht Inhalte und Gestaltung dschihadistischer Propaganda-Videos im Internet sowie deren Wirkung auf die Zuschauer. Analysiert werden zum Beispiel Ähnlichkeiten zu anderen jugendtypischen Medienformaten und dramaturgische Besonderheiten. Durch Interviews mit Konsumenten werden Beiträge in sozialen Netzwerken detailliert ausgewertet, um die Wirkung der VideoBotschaften zu entschlüsseln. Zudem wird eine Online-Plattform zur Analyse dschihadistischer VideoBotschaften
entwickelt, die als Informationsquelle insbesondere für Politik, Behörden, Bildungs- und Präventionsinitiativen genutzt werden kann.“

Wir freuen uns über den Projektstart und auf die kommenden fünf (!) Jahre der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Uni Mainz und der anderen Partnerinstitutionen – das wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht weniger als ein Leuchtturmprojekt!

Jun

15

Besonders erfreuliche Interviewanfrage: mehralstaxifahren.de

Juni 15, 2017 | Kommentare deaktiviert für Besonders erfreuliche Interviewanfrage: mehralstaxifahren.de

Normalerweise erwähne ich an dieser Stelle Interviews nicht besonders, da sie Teil meines beruflichen Alltags sind, sprich: einfach dazugehören. Ab und zu muß man jedoch auch mal auf die besonderen Ausnahmen hinweisen und in diesem Falle fand ich das dahinter steckende Projekt wirklich cool: Lena, die Betreiberin von mehralstaxifahren.de interessierte sich für meinen beruflichen Werdegang als Soziologe. Über ihr Projekt schreibt sie:

„Hi! ich bin Lena. Ich habe in Mannheim und Bielefeld Soziologie studiert und danach als wissenschaftliche Mitarbeiterin am MZES gearbeitet. Heute reise ich als Digitale Nomadin durch die Welt und verdiene mein Geld ortsunabhängig als Webdesignerin.

Das Projekt MehrAlsTaxifahren.de habe ich im März 2017 gegründet, um zu zeigen, wie vielfältig die Berufsmöglichkeiten von Soziologinnen und Soziologen sein können.

Dass Soziologen lediglich Taxi fahren, Burger verkaufen oder Kinotickets abreißen ist ein längst veraltetes Klischee. Durch ihre analytische und kritische Arbeitsweise sowie ihr Wissen über die Prozesse der modernen Gesellschaft sind sie wichtige Arbeitskräfte in vielen Bereichen des Arbeitsmarktes.“

Schöne Idee! Da habe ich sehr gern meinen Teil dazu beigetragen, welcher so einige Entwicklungen, Meilensteine und „Karriereschritte“ nachvollziehbar machen dürfte – hier findet man ihn.

Mai

29

Lange Nacht der Wissenschaften: Vortrag zu Terrorismus und digitalen Medien

Mai 29, 2017 | Kommentare deaktiviert für Lange Nacht der Wissenschaften: Vortrag zu Terrorismus und digitalen Medien

Terrorismus funktioniert erschreckend gut mit digitalen Medien – das wird mein Thema sein am 24. Juni, zur Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin. Der Vortrag wird nicht ohne Grund erst um 21 Uhr stattfinden, denn er wird mit Sicherheit nicht für Kinder und Jugendliche geeignet sein. Wenn man heutzutage von Terrorismus und Digitalisierung spricht, spricht man automatisch von Tabubrüchen, extremen Horizonterweiterungen und neu gezogenen Grenzen – diese Entwicklung ist untrennbar mit Angst und Schrecken verbunden. Und letztlich geht es dem digital vermittelten Terror genau darum. Terrorismus und Digitalisierung, das ist eine epochale Zeitenwende, die uns extrem fordert. Daß man jedoch keineswegs wehrlos ist, soll der Vortrag entsprechend darstellen.

Mehr Informationen: Terrorismus und Medien: Wovon der Terror lebt und was dagegen getan werden kann

Mai

12

Alles Forschen ist Bastelarbeit: über 250.000 Zugriffe auf unser Internetsoziologie-Wiki

Mai 12, 2017 | Kommentare deaktiviert für Alles Forschen ist Bastelarbeit: über 250.000 Zugriffe auf unser Internetsoziologie-Wiki

Nach nur acht Monaten Regelbetrieb können wir voller Stolz und Freude sagen: unser Forschungswiki kommt sehr, sehr gut an. Ende April konnten wir bereits den 250.000sten Zugriff verzeichnen. Nun sind Zugriffe bekanntlich keine UserInnen, aber selbst wenn man nur von einem Bruchteil „echter Menschen“ ausgeht – beispielsweise zehn Prozent der Zugriffszahl -, so wären das in diesem Falle immerhin 25.000 Personen, die unser Wiki besucht haben. Das freut uns natürlich sehr, zumal die Beitragenden nicht wenig Zeit in „ihre“ Beiträge gesteckt haben und die Themen sicher nicht gerade massenkompatibel sind, sondern schon wissenschaftliche Spezialbereiche betreffen. Umso schöner ist deshalb dieser kleine Meilenstein – und wir nehmen ihn zum Anlaß, das Wiki kontinuierlich auszubauen und in einigen besonders begehrten Bereichen zeitnah deutlich zu vertiefen. Seien Sie gespannt!

Nov

22

Ein „How to deal with“ zum Unsinn des Postfaktischen

November 22, 2016 | Kommentare deaktiviert für Ein „How to deal with“ zum Unsinn des Postfaktischen

Die Wissenschaft hat es dieser Tage nicht leicht. Da fragen sich Kolleginnen und Kollegen zu Recht, was das Gerede vom „postfaktischen Zeitalter“ für Konsequenzen für das Fundament unserer Lebenswelt – die Wissenschaft – hat und wie man dem begegnen kann. Ich kann vor allem die Aussagen des Kollegen Mojib Latif unterstützen:

„Immer mehr Menschen informieren sich im Internet. Dort stehen Meinung, Gerücht und wissenschaftliches Ergebnis ununterscheidbar nebeneinander. Es fehlt an Orientierung und Qualitätskriterien. Die Aufmerksamkeit wird eher dem zuteil, der am schrillsten auftritt. Da kann (und will!) Wissenschaft nicht mithalten.“

Sehr hilfreich wäre es, wenn die Schreihälse schlicht und einfach keine Claqueure mehr hätten, sprich: wenn das Geschreie keine Zustimmung mehr fände. Stattdessen wäre es für diese Unterstützer sicherlich zielführender, selbst zu denken und sich eine eigene Meinung zu bilden. Das würde zuerst zeigen, daß die Schreihälse mit Sicherheit am wenigsten Unterstützung verdienen.

Gut ist aber auch Latifs Haltung gegenüber den „Postfaktischen“:

„Ich ignoriere diese Leute. Reagierte ich auf diese abstrusen Behauptungen, würde ich ihnen nur noch mehr Aufmerksamkeit verschaffen.“

Und auch die Antwort auf die Frage, wie die Wissenschaft reagieren sollte, ist absolut empfehlenswert:

„Sie sollte der Allgemeinheit selbst die besten Informationen zur Verfügung stellen, und zwar ansprechend und vor allem verständlich.“

Daran wird hier gearbeitet. Und zwar – ganz konkret – so, daß mein Team und ich versuchen, die Unterstützer zu erreichen und zu überzeugen – nicht die Schreihälse. Wir laden zum Denken ein und setzen auf das Empowerment der bzw. des Einzelnen. Das ist unser Ziel. Jedes Mal. Früher, heute und in Zukunft.

Okt

11

Buch: Internetsoziologie

Oktober 11, 2016 | Kommentare deaktiviert für Buch: Internetsoziologie

Da mein Team und ich das bastelnde Denken bevorzugen, soll auch unsere erste Materialsammlung zum Thema Internetsoziologie dieser Maxime folgen: das erste Buch mit dem Titel „Internetsoziologie“ ist deshalb ganz bewußt kein klassisches Buch, sondern eine Momentaufnahme unseres Wikis. Das bedeutet konkret: ab sofort kann man das komplette Wiki oder – sofern gewünscht – Teile davon als On-Demand-Buch zustellen lassen.

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Die Idee selbst ist nicht neu, sie wird bei Wikipedia schon seit einiger Zeit eingesetzt; für uns ist es eine gleichermaßen bewußt experimentelle und doch strukturell stabile Lösung. Sie passt perfekt zum bastelnden Denken, unterstützt diese Denk- und Arbeitsweise, die wiederum mit traditionellen Ansätzen bricht, in denen Wissen deutlich statischer arrangiert und bewertet wird. Jedes Buch wird so eine Momentaufnahme unseres publizierten Wissensstandes und damit nie das vollendete Werk. Denn die Idee einer abgeschlossenen Analyse ist vielleicht bequem, aber doch trügerisch, weshalb gerade im Falle der zarten Pflanze Internetsoziologie keinesfalls irgendein statischer Zustand vermittelt werden soll. Dies wäre grundfalsch. Ein klassisches Buch würde dies jedoch tun – deshalb gehen wir einen anderen Weg.

Sie finden die Buchdruckfunktion im Wiki links unten unter „Drucken/Exportieren“ und dort unter dem Menupunkt „Buch erstellen“. Nutzen Sie also die Gelegenheit, jederzeit Ihr internetsoziologisches Werk zu erstellen – immer und immer wieder.

Zitierempfehlung: Humer, Stephan G. (Hg.): Internetsoziologie. PediaPress, [Erstellungsdatum]

Okt

5

Drei neue Beiträge: Tod, Video und Social Media

Oktober 5, 2016 | Kommentare deaktiviert für Drei neue Beiträge: Tod, Video und Social Media

Da in jüngster Zeit gleich drei Interviews mit bzw. Artikel von mir erschienen sind, möchte ich diese hier kurz vorstellen:

„Was bleibt: Leben und Sterben aus internetsoziologischer Perspektive“ – verfaßt für das Konferenzblog „digital.danach“

„Videoüberwachung: Von der konventionellen zur intelligenten Videoüberwachung – Chancen und Risiken für Polizei und Gesellschaft“ – zusammen mit der wunderbaren Kollegin Anna Lederer (Netzwerk Terrorismusforschung) verfaßt und nun erschienen in der neuen Ausgabe von „der kriminalist“

Social Media: „Wir haben es in Deutschland versäumt, die neuen digitalen Möglichkeiten inhaltlich sinnvoll zu nutzen“ – Interview mit dem hauseigenen Wissenschaftsblog „adhibeo“

Okt

4

Umzug von Website in Wiki: bewegte Seiten

Oktober 4, 2016 | Kommentare deaktiviert für Umzug von Website in Wiki: bewegte Seiten

Ich habe zwei Seiten von der Website in unser Wiki verschoben: Sociality by Design und das Internetsoziologie-FAQ. Das macht das Wiki attraktiver und diese Website etwas schlanker. Einige weitere Veränderungen folgen im Laufe dieses Monats.

Sep

14

Lone Wolves: Myth oder Reality?

September 14, 2016 | Kommentare deaktiviert für Lone Wolves: Myth oder Reality?

Sep

7

Interested in Digital Sociology? Contribute to our Internetsoziologie-Wiki!

September 7, 2016 | Kommentare deaktiviert für Interested in Digital Sociology? Contribute to our Internetsoziologie-Wiki!

You are an English-speaking scientist? You are deeply interested in Digital Sociology? Perhaps you may want to contribute to the Internetsoziologie-Wiki, started by Germanys first Internet Sociology Department ;-) Write us: wiki @ humer.de We are open for every idea that sounds promising for the future of the wiki. Feel free to spread the word!

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